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Mögliche Steuerhinterziehung : Neue Ermittlungen gegen den früheren VW-Chef

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Martin Winterkorn: nachdenklich Bild: dpa

Für Martin Winterkorn wird es nicht nur im Abgasskandal immer brenzliger, nun droht auch ein persönlicher Schaden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den ehemaligen VW-Manager wegen Steuerhinterziehung.

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          Dem ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn droht neues Ungemach. Nachdem Winterkorn erst in den vergangenen Tagen vom früheren Chef der VW-Motorenentwicklung belastet worden war, schon früher als von ihm selbst angegeben von den manipulierten Abgaswerten der Dieselautos gewusst zu haben, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den 71 Jahre alten Ex-Manager – wegen Steuerhinterziehung. Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Dabei gehe es um Überweisungen in der Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro auf Schweizer Konten aus den vergangenen beiden Jahren. Laut Ermittlungsakten bestehe der Verdacht, dass fällige Steuern nicht bezahlt wurden.

          Aufmerksam wurde die Staatsanwaltschaft Braunschweig offenbar durch ein anderes Verfahren aus dem vergangenen Jahr. Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal Volkswagens hatte zunächst die Münchener Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt. Als Unregelmäßigkeiten bei Winterkorn persönlich entdeckt wurden, übernahm die Staatsanwaltschaft seiner Heimatstadt.

          Laut Ermittlungsakten hat Winterkorn 2016 und 2017 hohe Millionenbeträge von einem seiner Konten bei der Sparda Bank Nürnberg auf ein Treuhandkonto seines Steuerberaters überwiesen. Von dort floss das Geld in Depots der Bank Vontobel nach Zürich. Darunter ein Depot, dass Winterkorns Ehefrau zugeordnet wurde. Die Ermittler haben den Verdacht, dass ein Teil der Überweisungen eine Schenkung war, für die mehr als eine halbe Million Euro Schenkungssteuer angefallen wäre. Das Geld sollte laut Vermerk der Staatsanwaltschaft als „Notgroschen“ dienen.

          Winterkorn drohen wegen der Dieselaffäre hohe Schadensersatzansprüche von VW, sofern ihm Pflichtverletzungen nachgewiesen werden können. Sein Anwalt, Felix Dörr, wies die Vorwürfe bereits zurück. „Nach Beurteilung seines steuerlichen Beraters ist dieser Vorgang frei von jeder steuerlichen Beanstandung“, sagte er.

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