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Marktgerüchte : Puma könnte übernommen werden

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Puma: Ein Übernahmekandidat? Bild: ddp

Unter Börsianern brodelte die Gerüchteküche rund um den Sportartikel-Hersteller Puma: Angeblich soll die französische Luxusgütergruppe Pinault-Printemps Redoute (PPR) mit einer Übernahme liebäugeln.

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          Neue Übernahmespekulationen haben den Aktien des Sportartikelherstellers Puma am Donnerstag kräftig Auftrieb gegeben. Börsianer nannten die französische Luxusgütergruppe Pinault-Printemps Redoute (PPR) als Kaufinteressenten. „Pinault-Printemps soll Puma nächste Woche übernehmen wollen“, sagte ein Händler. Die im MDax notierten Aktien des Herzogenauracher Konzerns bauten ihre Kursgewinne aus und notierten am Nachmittag neun Prozent im Plus bei 311 Euro.

          Sowohl Puma als auch PPR lehnten eine Stellungnahme zu den Spekulationen ab. Zu PPR gehören Luxusmarken wie Yves Saint Laurent oder Gucci. Zu Gucci wiederum gehören Designer wie Alexander McQueen, der bereits Schuhe für Puma kreierte, oder Stella McCartney, die unter anderem Sportmode für den Herzogenauracher Konkurrenten Adidas entwirft.

          „Das ist ein Sektor, der sie interessieren könnte“

          PPR hatte erst Anfang des Jahres bekräftigt, mit 1,5 Milliarden Euro flüssigen Mitteln genug Geld für eine mittelgroße bis große Übernahme zu haben. Zudem hat der Konzern ungenutzte Kreditlinien von fast fünf Milliarden Euro. „Das ist ein Sektor, der sie interessieren könnte“, sagte Analyst Guy Francheteau vom Brokerhaus Fideuram Wargny. „Ich wäre aber davon ausgegangen, dass sie es vor zwei oder drei Jahren gemacht hätten, als der Fokus noch nicht so stark auf Luxusgütern lag.“

          PPR scheint interessiert

          Auch Pumas Großaktionär Mayfair wollte sich zu den Marktgerüchten nicht äußern. Mayfair war 2005 bei Puma eingestiegen und hält mit über 25 Prozent eine Sperrminorität. Hinter der Beteiligungsfirma Mayfair stecken die ehemaligen Tchibo-Eigentümer Günter und Daniela Herz. Günter Herz sitzt zusammen mit Mayfair-Geschäftsführer Rainer Kutzner auch im Aufsichtsrat von Puma. Während Herz Mitglied in dem Kontrollgremium bleibt, soll Kutzner auf der Hauptversammlung am 11. April durch den Geschäftsführer der zweiten Beteiligungsgesellschaft der Herz-Geschwister, Hinrich Stahl, ersetzt werden.

          Schon öfter als Übernahmekandidat gehandelt

          Puma wurde bereits öfter als Übernahmekandidat gehandelt. Als interessierter Käufer galt dabei Branchenprimus Nike. Puma-Chef Jochen Zeitz wollte dies auf der Bilanzpressekonferenz Ende Februar nicht kommentieren. Investoren, die die Marken und die Strategie von Puma unterstützten, seien willkommen, sagte er lediglich.

          Trotz der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land hatte Puma 2006 wegen Investitionen in die eigene Marke und Werbekosten für das Großereignis weniger verdient als noch ein Jahr zuvor. Im laufenden Jahr will der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller zwar wieder Rekordmarken beim Gewinn erzielen. Der Umsatz solle nach den zuvor üblichen zweistelligen Wachstumsraten aber nur noch um einen mittleren bis höheren einstelligen Prozentsatz wachsen.

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