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Ökonomin im Interview : „Der Staat muss die Richtung vorgeben“

Mariana Mazzucato fordert einen ehrgeizigen öffentlichen Sektor. Bild: TANIA/CONTRASTO/laif

Ohne aktive Industriepolitik gäbe es weder das iPhone noch das Silicon Valley, sagt die einflussreiche amerikanisch-italienische Ökonomin Mariana Mazzucato. Und hat klare Forderungen an die Politiker.

          5 Min.

          Frau Mazzucato, Sie beraten unter anderem die EU und die OECD. Seit Jahren werben Sie für einen „unternehmerischen Staat“. Warum?

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es greift zu kurz, wenn man sagt, der Staat solle sich auf Bildung und Infrastruktur konzentrieren und ansonsten, bitte schön, den coolen Jungs wie dem Unternehmer und Tesla-Gründer Elon Musk nicht im Wege stehen. Natürlich sind Dinge wie Bildung und Grundlagenforschung wichtige staatliche Aufgaben. Das sind Grundvoraussetzungen. Deutschland ist hier im internationalen Vergleich gut aufgestellt, zum Beispiel mit seinem dualen Ausbildungssystem und seinen Fraunhofer-Instituten, die sich auf angewandte Forschung konzentrieren. Deutschland hat damit eine Basis, über die viele andere Länder nicht verfügen. Aber das allein reicht nicht.

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