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Managervergütungen : Apple-Chef verzichtet auf 75 Millionen Dollar

  • Aktualisiert am

Hat ein Aktienpaket im Wert von 565 Millionen Dollar in Aussicht: Apple-Chef Tim Cook. Bild: AFP

Mitten in der Diskussion über zu hohe Managergehälter gibt der Vorstandsvorsitzende von Apple ein positives Beispiel: Tim Cook verzichtet in den kommenden Jahren auf rund 75 Millionen Dollar Dividende. Vielleicht auch, weil er sie nicht mehr nötig hat?

          Apple-Chef Tim Cook verzichtet auf Vergütungen in Höhe von 75 Millionen Dollar (60 Millionen Euro) in den kommenden zehn Jahren. Cook erklärte, Dividendenansprüche in dieser Höhe sollen nicht an ihn ausgezahlt werden. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens an die amerikanische Börsenaufsicht hervor. Warum Cook auf das Geld verzichtet, wollte Apple auch auf Anfrage nicht sagen.

          Aktienpaket im Wert von 565 Millionen Dollar

          Fakt ist: Cook bat seinen Arbeitgeber darum, von einem vor kurzem aufgelegten Vergütungsprogramm ausgenommen zu werden. Dieses ermöglicht Beschäftigten des Konzerns, an den Ausschüttungen für die Aktionäre teilzuhaben. Grundlage sind Ansprüche der Mitarbeiter auf eine festgesetzte Zahl von Aktien des Unternehmens. Diese Ansprüche können erst nach Ablauf einer Frist eingelöst werden und sind an bestimmte Bedingungen geknüpft – beispielsweise müssen vorher vereinbarte Ziele der Firma oder persönliche Leistungen erreicht werden.

          Cook, der im August das Ruder von dem im Herbst verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs übernommen hatte, hat Anspruch auf mehr als eine Million Apple-Aktien. Die Hälfte davon wird im Jahr 2016 zuteilungsreif, die andere im Jahr 2021. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Apple-Chef verzichtet: Nach heutigem Aktienkurs sind diese Ansprüche rund 565 Millionen Dollar wert.

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