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Vergütung in Aktienoptionen : 775 Millionen Dollar für den Tesla-Chef

Elon Musk Bild: AP

Elon Musk hat mit seinem Unternehmen vor zwei Jahren einen sehr ungewöhnlichen Vergütungsplan ausgehandelt. Weil Tesla ehrgeizige Ziele erreicht hat, wird für den 48 Jahre alten Gründer und Vorstandschef jetzt eine erste Tranche Aktienoptionen fällig.

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          Der Gründer und Chef des amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla kann sich über eine fürstliche Entlohnung freuen, denn er hat sich die erste Tranche eines langfristigen Vergütungsplans gesichert: Elon Musk erhält fast 1,7 Millionen Aktienoptionen, das entspricht einem Prozent der ausstehenden Aktien, weil Tesla bestimmte Zielmarken erreicht hat, die äußerst ambitioniert waren. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag der amerikanischen Börsenaufsicht SEC mit. Elon Musk kann damit 1,7 Millionen Tesla-Aktien zum schon im Jahr 2018 vereinbarten Preis von 350 Dollar kaufen. Beim gegenwärtigen Aktienkurs von rund 805 Dollar würden ihm diese Optionen also einen Buchgewinn von derzeit rund 775 Millionen Dollar bescheren. Musk muss allerdings noch einige Zeit warten, bevor er die Aktien verkaufen darf. Laut Mitteilung ist er verpflichtet, die Papiere noch mindestens fünf Jahre zu halten.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der 48 Jahre alte Musk ist heute schon größter Einzelaktionär von Tesla, ihm gehören rund 18,5 Prozent des Unternehmens. Sein Gesamtvermögen wird von der Zeitschrift „Forbes“ derzeit auf 36,3 Milliarden Dollar geschätzt.

          Die Vergütung für Musk ist sehr ungewöhnlich: Er erhält für seine Arbeit als Vorstandsvorsitzender von Tesla kein reguläres Grundgehalt, stattdessen hat er bei seiner Vertragsverlängerung vor zwei Jahren mit dem Unternehmen einen langfristigen Vergütungsplan ausgehandelt, der seine Bezahlung an das Erreichen ehrgeiziger Ziele koppelt. Insgesamt könnte Musk im besten Fall über einen Zeitraum von zehn Jahren 20,3 Millionen Tesla-Aktien für seine Arbeit bekommen – aufgeteilt in mehrere Päckchen, die fällig werden, wenn bestimmte Erfolgsschwellen hinsichtlich Börsenwert, Umsatz und Gewinn überschritten werden. Die Tesla-Aktionäre haben dem Plan vor zwei Jahren auf der Hauptversammlung zugestimmt. In der Vereinbarung sind insgesamt zwölf Schwellen definiert, die erste Schwelle von 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz und 100 Milliarden Dollar Börsenwert sei jetzt erreicht, schrieb der Verwaltungsrat in dem Schreiben an die Börsenaufsicht. Musk hätte bei schlechtem Geschäftsverlauf auch leer ausgehen können.

          TESLA INC. DL -,001

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