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Urlaubsboom trotz Krise : Nichts wie raus hier!

Ab in den Urlaub Bild: dpa

Die Urlaubslust war selten größer als in diesem Sommer. Umso wichtiger wird ein nachhaltiger Tourismus – denn das Reisen wird man den Menschen nicht abgewöhnen.

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          Was wurden nicht für Abgesänge auf das Reisen geschrieben, damals zu Beginn der Corona-Pandemie. Von einer neuen Sesshaftigkeit der Menschen und vom Ende des Tourismus war die Rede im ersten Frühjahrslockdown 2020. Die Menschen würden sich die Flugreisen abgewöhnen, hieß es da. Was ja an sich gar nicht schlecht sei im Angesicht der drohenden Klimakatastrophe. Da hatten Fridays for Future und andere uns schon eine ganze Weile ins Gewissen geredet, dass wir uns besser vom alljährlichen Flug nach Italien oder Spanien verabschieden sollten, von Reisen auf andere Kontinente ganz zu schweigen. In gut ausgebildeten, tendenziell linksliberalen Kreisen gehört es schon länger zum guten Ton, sich für Flugreisen zu rechtfertigen: „Ich wäre ja mit der Bahn gefahren, aber . . .“

          Als ob die zwei Weltkrisen Corona und Klimawandel nicht schon genug wären, kamen dann im Winter noch Krieg und Inflation dazu. Wenn die Ersparnisse schrumpfen und zugleich noch die Weltlage so instabil ist, wer mag da noch an Strand oder Städtetrip denken? Hotel- und Flugpreise stiegen ja auch selbst dank Personalmangel und Kerosinkosten auf neue Rekorde. Man musste gar nicht mal weit wegfahren, um das zu spüren zu bekommen: Wehe dem, der diesen Sommer kurzfristig ein Hotel in München oder Berlin brauchte.

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