Mali :
Das sagenhafte Reich voller Gold und Bodenschätze

Von Christian von Hiller
Lesezeit: 4 Min.
Mit Goldklumpen in der Hand: der sagenumwobene König von Mali, Mansa Musa
Am Rand der Sahara wird ein Krieg um Rohstoffe geführt, heißt es. Doch diese spielen aus französischer Sicht kaum eine Rolle. Malis wichtigster Handelspartner kommt ohnehin längst aus Asien.

Es gibt die Legende des sagenhaften Königs Mansa Musa I. Er lebte im 14. Jahrhundert und regierte von Timbuktu aus das Königreich von Mali, dem er zu sagenhaftem Reichtum verhalf. Mansa Musa ist so etwas wie der Krösus Afrikas. Auf seiner Pilgerfahrt nach Mekka kam er durch Ägypten und gab dort so viel Gold aus, dass die ägyptische Währung Dinar, die auf Gold basierte, auf Jahre hinaus zusammenbrach. Auf einer zeitgenössischen Darstellung wurde Mansa Musa mit einem riesigen Goldklumpen in der Hand dargestellt. Wo hatte der König so viel Gold her, dass der Glanz Timbuktus über die Jahrhunderte strahlte? Wahrscheinlich ließ er - so wie heute Tausende von Maliern auch - im Sand der Sahelzone nach dem Edelmetall graben.

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