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Madoff-Urteil erwartet : 170 Millarden Dollar Strafe, 150 Jahre Haft?

  • Aktualisiert am

Madoff und die Milliarden, eine lebenslängliche Beziehung Bild: AFP

Im Prozess gegen den geständigen Milliardenbetrüger Bernard Madoff hat die Staatsanwaltschaft eine Haft bis zum Lebensende gefordert. Immobilien, Investments, Autos und Boote - das muss Madoff ohnehin aufgeben. Am Montag wird das Urteil gefällt.

          Der wegen Anlagebetrugs angeklagte Geschäftsmann Bernard Madoff muss nach dem Urteil eines Richters eine Geldstrafe von 170 Milliarden Dollar zahlen. Die Anordnung von Bezirksrichter Denny Chin verlangt von Madoff, seinen gesamten Besitz aufzugeben, darunter Immobilien, Investments, Autos und Boote.

          Madoff soll nach dem Willen des Staatsanwalts für 150 Jahre ins Gefängnis. Diese Haftstrafe ergebe sich aus den Richtlinien für das Strafmaß in einem solchen Fall, erklärte die Anklagebehörde am Freitag in New York. Der Verteidiger Madoffs hat eine Haftstrafe von zwölf Jahren beantragt. Das Urteil soll am kommenden Montag verkündet werden.

          Richter Chin hat verfügt, dass Madoffs Wohnung in Manhattan und seine Häuser in Palm Beach, Florida, und auf Long Island, New York, verkauft werden müssen, um aus dem Erlös die Opfer des Anlagebetrugs zu entschädigen. Ehefrau Ruth Madoff muss das Appartement in Manhattan nicht vor dem Verkauf verlassen. Sie soll 2,5 Millionen Dollar behalten dürfen, aber ihren Anspruch auf Vermögen in Höhe von mehr als 80 Millionen Dollar verlieren. Ruth Madoff hat angegeben, 45 Millionen Dollar in Wertpapieren und 17 Millionen Dollar Bargeld zu besitzen, die angeblich nicht in Beziehung zu den kriminellen Aktivitäten ihres Mannes stünden.

          Viele von Madoffs luxuriösen Wertsachen sind schon versteigert worden

          Der 71-jährige Madoff bekannte sich vor dem Bezirksgericht in Manhattan in allen elf Anklagepunkten für schuldig, darunter Betrug, Geldwäsche und Untreue. Richter Chin lehnte daraufhin eine Freilassung gegen Kaution ab. Der ehemalige Verwaltungsratschef der Technologiebörse Nasdaq hat laut Anklage mit einem Schneeballsystem 4.800 Anleger um einen zweistelligen Milliardenbetrag gebracht.

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