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EU-Sondergipfel in Versailles : Macron feiert „strategische Autonomie“ der EU

  • Aktualisiert am

Zeit für europäische Autonomie: Emmanuel Macron in Versailles Bild: Reuters

Staats- und Regierungschefs lassen in Versailles eine Reform der EU-Haushaltsregeln offen. Der Krieg in der Ukraine erfordere aber eine gemeinsame Strategie.

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          wmu. Brüssel ⋅ Am Ende des von ihm anberaumten EU-Sondergipfels in Versailles hielt Emmanuel Macron am Freitag eine Rede, die deutlich länger war als die üblichen Erklärungen, die Politiker zum Abschluss solcher Treffen in der Regel abgeben. Dass sich der französische Präsident im Wahlkampf befindet, war unübersehbar. Und dass er die von den „Chefs“ verabschiedete „Erklärung von Versailles“ als stark französisch inspiriert einordnete, überraschte nicht.

          Die zentralen Ziele der Erklärung, wonach Europa „souverän“ und „strategisch autonom“ werden müsse, hätten vor wenigen Jahren noch als „französische Phantasie“ gegolten, sagte Macron. Jetzt, angesichts des Kriegs in der Ukraine, seien diese Ziele ein „europäischer Imperativ“. Europäische Souveränität, „das bedeutet nicht Protektionismus, das bedeutet die Möglichkeit, offen zu bleiben, ohne von irgendjemandem abhängig zu sein“, so der Präsident.

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