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Risiko autonomes Fahren : Volvo will für selbstfahrende Autos haften

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Volvo hat ein System entwickelt, mit dem Autos in den normalen Straßenverkehr integriert werden könnten. Doch die Frage der Haftung ist schwierig. Bild: Volvo Car Group

Technisch wäre die Integration autonomer Autos in den Straßenverkehr möglich. Aber wer zahlt bei Unfällen? Der schwedische Autobauer setzt jetzt ein Ausrufezeichen.

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          Bislang ist das autonome Fahren im ganz normalen Straßenverkehr noch ein Wunschtraum der meisten Autohersteller. Das Problem sind jedoch weniger die technischen Herausforderungen als vielmehr die Frage der Haftung bei Unfällen. Regulierungsfragen wie die Haftung gelten bisher als ein zentrales Hindernis für einen breiten Einsatz autonom fahrender Autos.

          Volvo hat hierzu nun klar Stellung bezogen. Der schwedische Autobauer will bei eventuellen Unfällen mit seinen selbstfahrenden Fahrzeugen die volle Haftung übernehmen. Das kündigte Volvo Cars zu einem Auftritt von Firmenchef Hakan Samuelsson in Washington an. Nach bisherigen Regelungen sind die Fahrer am Steuer verantwortlich.

          Die eindeutige Positionierung von Volvo fällt in der Branche auf. Die Autobauer betonen bisher zumeist, dass Fragen wie Haftung grundsätzlich neu geregelt werden müssten, bevor die Fahrzeuge in großem Stil auf die Straße kommen. Bisher gibt es Versuche in diversen Ländern, als besonders fortschrittlich gelten die Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten. Der Volvo-Chef warnt zugleich davor, dass Verzögerungen bei der Anpassung der Regeln die führende Position des Landes beeinträchtigen könnten.

          Videografik : So funktionieren selbstfahrende Autos

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