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Streit um Nutzerdaten : Twitter verklagt amerikanische Regierung

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Der Internetkonzern Twitter hat die amerikanische Regierung verklagt, weil Washington die Herausgabe von Nutzerdaten erzwingen wollte. Es handelt sich um ein Twitter-Konto.

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          Twitter hat die amerikanische Regierung verklagt, nachdem diese den Internetkonzern angeblich zur Herausgabe von Nutzerdaten zwingen wollte. Das Heimatschutzministerium wollte wissen, wer sich hinter einem Twitter-Konto verbirgt, über das Kritik an Präsident Donald Trump geübt wurde. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Donnerstag bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurden.

          Es handelt sich demnach um den Ende Januar eröffneten und anonym betriebenen Account @ALT_USCIS, der unter anderem zum Widerstand gegen Trumps umstrittene Einwanderungspolitik aufruft. Twitter will die Daten des oder der Nutzer nicht herausgeben und hält das Vorgehen der Regierung laut der Klageschrift für einen widerrechtlichen Angriff auf die Meinungsfreiheit.

          Zugleich wirbt das Unternehmen in Tokio mit dem Konterfei des Präsidenten der Vereinigten Staaten, der den Kurznachrichtendienst selbst rege nutzt und dem dort zuletzt 27,4 Millionen Nutzer folgten. Gegenüber der Tech-Website „TechCrunch“ erklärte Twitter, es handele sich um eine zweiwöchige Marketingaktion, die sich auf Japan beschränke.

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