https://www.faz.net/-gqe-8nko0
Helmut Bünder (bü.)

Kommentar : Digitaler Schutz

  • -Aktualisiert am

Für Verbraucher steckt das Internet voller Fallstricke – vom Datenschutz gar nicht erst zu reden. Mehr Durchgriffsrechte für das Kartellamt gegen Internetunternehmen sind überfällig.

          1 Min.

          Undurchsichtige Geschäftsbedingungen, eigenartige Gewährleistungs-Vorstellungen, versteckte Preisaufschläge: Für Verbraucher steckt das Internet voller Fallstricke – vom Datenschutz gar nicht erst zu reden.

          Das Schlimme daran: Es geht hier nicht um Einzelfälle. Internetportale erreichen in der Regel Abertausende oder gar Millionen von Menschen, so dass jeder Verstoß gegen den Verbraucher- und Datenschutz massenhafte Wirkung entfaltet.

          Trotzdem lässt der Staat die Nutzer bisher allein. Wer sein Recht durchsetzen will, muss sich selbst durch die Instanzen klagen – häufig gegen Unternehmen am anderen Ende der Welt. Dass die große Koalition dem Bundeskartellamt mehr Durchgriffsrechte gegen Internetunternehmen geben will, ist überfällig.

          Andere Länder sind da weiter. Das Netz als Massen-Plattform braucht einen öffentlichen Verbraucherschutz, der in der Digitalökonomie für Ordnung sorgt. Dies liegt auch im Sinne eines fairen Wettbewerbs: Es darf redlichen Unternehmen nicht zum Nachteil gereichen, dass sie Verbraucher- und Datenschutzstandards respektieren. Deshalb ist die Wettbewerbsbehörde die richtige Adresse für den kollektiven Verbraucherschutz.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Weitere Themen

          CureVac-Impfstoff floppt Video-Seite öffnen

          Geringe Wirksamkeit : CureVac-Impfstoff floppt

          Der Corona-Impfstoff hat Untersuchungen zufolge nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent. CureVac will die Studie aber bis zu ihrer finalen Auswertung mit weiteren Corona-Fällen fortsetzen.

          Topmeldungen

          Im Wahlkampf: Der Kanzlerkandidat der Union und CDU-Vorsitzende Armin Laschet

          Wahlprogramm der Union : Adenauer reicht nicht mehr

          Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, einfach Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken – und abzuwarten, wie sich die Konkurrenz um Kopf und Kragen redet. Tatsächlich muss er mehr tun.

          EM-Debatte in München : Kampf um den Regenbogen

          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Stadtrat von München wollen zum EM-Spiel gegen Ungarn ein Zeichen setzen – gegen Viktor Orbán. Die UEFA spielt auf Zeit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.