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Alibaba kommt : Ein Internet-Eingang nach China

  • Aktualisiert am

Jack Ma Bild: Reuters

China ist trotz etwas schwächer laufender Wirtschaft ein wichtiger Markt für deutsche Unternehmen. Der führende Online-Händler des Landes will sie künftig schon zuhause betreuen.

          Chinas großer Markt lockt. Obwohl die chinesische Wirtschaft schwächer wächst als vor Jahren, weiten Unternehmen aus Europa und zumal aus den Vereinigten Staaten ihr Geschäft in dem Riesenland aus. Und auch chinesische Unternehmen expandieren. Ein Beispiel dafür ist der Internet-Konzern Alibaba des chinesischen Milliardärs Jack Ma. Der kündigte vor wenigen Tagen an, nun auch eine Zweigstelle aufzumachen in Deutschland - und zwar in München.

          Dabei soll es sich um einen sogenannten „one-stop-shop“ handeln. Er soll eine Anlaufstelle für lokale Unternehmen sein, die hilft, die richtigen Produkte für den chinesischen Markt herauszufinden und außerdem den Zugang zu den Plattformen im Alibaba-Konzern erklärt - inklusive der nötigen Logistik.

          Als Deutschland-Chef hat Alibaba den bisherigen Karstadt-Manager Terry von Bibra ernannt. Für Karstadt brachte von Bibra zum Beispiel die neue E-Commerce-Plattform auf den Weg, außerdem arbeitet er auch schon für den amerikanischen Online-Händler Amazon für Yahoo.

          Es gebe mehr als 386 Millionen chinesische Konsumenten, die aktiv nach authentischen, hochwertigen Produkten internationaler Marken suchen, erklärte von Bibra. „Deutsche Qualität und technologische Exzellenz ist genau das, wonach sie suchen." Außerdem ernannt Alibaba am Dienstag Sébastien Badault zum Geschäftsführer der Alibaba-Gruppe in Frankreich.

          Zur Alibaba-Gruppe gehören zahlreiche Plattformen, darunter der größte chinesische Online-Händler mit gleichem Namen und die Handelsplattformen Tmall.com und Taobao. Schon bevor Alibaba seinen Schritt ankündigte, hatte einige deutsche Unternehmen von sich aus Partnerschaften mit dem Unternehmen beschlossen. Zum Beispiel der Fußball-Rekordmeister Bayern München, der von seinen geschätzt 90 Millionen Fans im Reich der Mitte profitieren möchte.

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