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Luftverkehrsteuergesetz : Für kürzere Flüge steigt die Steuer um 3 Euro

Die nächsten Abflugszeiten von Passagiermaschinen werden auf einer Tafel am Flughafen Tegel angzeigt. Bild: dpa

Die groß angekündigte Verteuerung des Fliegens im Dienste des Klimaschutzes fällt zumindest für die innereuropäischen Strecken eher klein aus - sie erhöhen sich um 3 Euro.

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          Zum 1. April nächsten Jahres wird das Fliegen von Deutschland aus teurer. Nach dem Referentenentwurf zur Änderung des Luftverkehrsteuergesetzes, der der F.A.Z. vorliegt, steigen die drei Steuersätze für kurze, mittlere und lange Strecken – allerdings werden die besonders in der Kritik stehenden Inlandsflüge damit nur um 3 Euro teurer. So soll der Steuersatz für innereuropäische Ziele von heute 7,50 Euro auf 10,43 Euro erhöht werden. Für mittlere Distanzen (bis zu 6000 Kilometern) wird der Satz um etwa 9 Euro aufgestockt – von 23,43 Euro auf 32,57 Euro. Fernflüge werden um 16,50 Euro verteuert: Statt 42,18 Euro werden künftig 58,63 Euro fällig. Inwieweit die Fluggesellschaften die höheren Kosten an ihre Kunden weitergeben, hängt wie bisher vom Marktumfeld ab.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Änderungen sollen zu Mehreinnahmen von 530 Millionen Euro im Jahr führen. Mit dem Geld sollen die Mindereinnahmen ausgeglichen werden, die mit der geplanten Senkung der Mehrwertsteuer für Bahnreisen von 19 auf 7 Prozent verbunden sind. Weil die neuen Sätze der Luftverkehrsteuer erst vom 1. April 2020 an gelten sollen, werden die Zusatzeinnahmen im kommenden Jahr nur auf 360 Millionen Euro geschätzt.

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