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Luftverkehr : United Airlines kämpft um Kredite

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United Airlines drängt die Mitarbeiter auf jährliche Tarifzugeständnisse von 2,4 Milliarden Dollar Bild:

Die insolvente Fluggesellschaft United Airlines hat sich mit den Gewerkschaften auf eine Gehaltskürzung geeinigt und sichert sich damit wichtige Kredite.

          Die zahlungsunfähige US-Fluggesellschaft United Airlines hat zumindest bei einem Teil der Gewerkschaften die Zustimmung zu Lohnkürzungen erreicht. Die Airline ist zwingend auf die Einsparungen bei den Arbeitskosten angewiesen, um die Bedingungen eines Kreditabkommens erfüllen und den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.

          Vertreter der jeweiligen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter teilten mit, sie würden ihren Mitgliedern empfehlen, befristete Lohnkürzungen zu akzeptieren, um das Unternehmen bei den geplanten Kostensenkungen zu unterstützen. Ab dem 1. Januar sollen die Piloten nach Auskunft der Pilotenvereinigung zeitweise auf 29 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter will ihren Mitgliedern die Unterzeichnung eines neunprozentigen Lohnverzichts empfehlen.

          UAL will mit juristischen Mitteln vorgehen

          Bis zum 8. Januar haben die Gewerkschaften Zeit, den freiwilligen Lohnkürzungen zuzustimmen. Für den Fall dass sie nicht auf die Sparvorschläge eingehen, will UAL mit juristischen Mitteln die Tarifverträge aushebeln. Die Gewerkschaft der Mechaniker, die auf 13 Prozent ihres Gehalts verzichten sollen, verweigert bisher jegliche Zugeständnisse.

          Insgesamt fordern die Gläubiger Einschnitte bei den Personalkosten in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) pro Jahr. Die weltweit zweitgrößte Fluggesellschaft ist zwingend auf die Einsparungen bei den Arbeitskosten angewiesen, um die Bedingungen eines Kreditabkommens von 1,5 Milliarden Dollar zu erfüllen.

          Verschiedene Banken hatten den Kredit gewährt, um United vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die Pleite von United ist die bislang größte der Luftfahrtgeschichte.

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