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Luftverkehr : Lufthansa macht sich startklar bei Billigfliegern

  • Aktualisiert am

Die Lufthansa bemüht sich um ihre Billigflug-Töchter Bild: AP

Die Lufthansa stockt ihre Beteiligung an British Midlands auf und schickt offenbar „German Wings“ mit Kampfpreisen an den Start.

          Die Lufthansa kämpft offenbar gleich an mehreren Fronten, damit die Billiglinien nicht ohne sie davonfliegen. An British Midlands mit dem Discount-Ableger „Bmibaby“ stockt die Airline ihre Anteile auf. Eurowings, an der die Lufthansa ebenfalls beteiligt ist, soll vermutlich als „German Wings“ für 20 Euro Metropolen wie London, Paris und Madrid anfliegen.

          An der Regionalfluggesellschaft Eurowings, die nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ künftig den Namen „German Wings“ tragen soll, hält die Lufthansa derzeit einen Anteil von 24,9 Prozent. Die Beteiligung kann sie allerdings bis 2004 auf 49 Prozent aufstocken. Das Touristik-Magazin „FVW International“ schrieb, die neue Billigfluglinie wolle ab Ende Oktober für Preise zwischen zehn und 20 Euro pro Strecke nach London, Paris, Zürich, Madrid, Barcelona, Rom, Mailand, Mallorca und Malaga fliegen. Eurowings wollte sich zu beiden Berichten nicht äußern und verwies darauf, dass der Aufsichtsrat erst in der kommenden Woche über die Gründung einer Billigfluglinie entscheiden werde.

          Keine eigene Billig-Airline bei der Lufthansa

          In Branchenkreisen gilt die Zustimmung des Gremiums, dem auch Lufthansa-Passage-Vorstand Wolfgang Mayrhuber angehört, als sicher. Von Lufthansa war bislang keine Stellungnahme zu den Berichten zu erhalten. Der Lufthansa-Vorstand hatte das Vorhaben der Regionalfluggesellschaft bei der offiziellen Vorstellung im Juli nach Angaben aus Branchenkreisen wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die Lufthansa selbst, die seit einiger Zeit zunehmend mit der immer zahlreicher werdenden Billig-Konkurrenz kämpft, hatte die Gründung einer eigenen Billigfluglinie bisher abgelehnt.

          In dieser Woche hat zudem das Bundeskartellamt der Lufthansa grünes Licht gegeben, dass sie ihre Beteiligung an British Midlands (BMI) um zehn Prozent auf 30 aufstocken kann. Die Behörde befürchtet keine marktbeherrschende Stellung der Lufthansa. Konsequenz für die deutsche Gesellschaft: Auch bei der BMI-Billigflieger-Tochter „Bmibaby“ steigt damit ihr Einfluss. Seit März hebt Bmibaby mit zwei Maschinen innerhalb Europas ab. Die Flotte soll auf neun aufgestockt werden.

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