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Kommentar : Attacke von Ryanair

  • -Aktualisiert am

Ryanair macht sich vor der Haustür der Lufthansa breit. Auf diese Attacke reagiert der Platzhirsch prompt. Doch die Strategie der Lufthansa ist riskant.

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          Ryanair macht sich vor der Haustür der Lufthansa breit. Auf diese Attacke des Preisbrechers reagierte der Platzhirsch prompt. Er will mit seinem Billigfluganbieter Eurowings dem Eindringling die Stirn bieten. Kurz zuvor hatten die Lufthanseaten schon entschieden, auf ihrer Heimatbasis in München ähnlich zu reagieren. Auf dem zweitgrößten deutschen Flughafen gehen die britische Easyjet und der französische Preisbrecher Transavia nämlich ähnlich vor wie Ryanair in Frankfurt.

          Es gilt, dem Platzhirschen möglichst vor Ort Stammkunden und Marktanteile streitig zu machen. Die Strategie der Lufthansa, Eurowings als eine Art „Bollwerk“ gegen Ryanair oder Easyjet einzusetzen, birgt aber hohe Risiken. Die vor zwei Jahren gegründete Billigflug-Plattform sollte ausdrücklich Europastrecken abseits von Frankfurt und München bündeln, um so die hohen Gebühren an den teuersten Flughäfen in Deutschland zu vermeiden. Dieses Ziel ist nach dem jüngsten Strategieschwenk des Mutterkonzerns Makulatur. Die Kosten von Eurowings müssen also neu kalkuliert werden, wenn die junge Tochtergesellschaft von 2018 an wie geplant Gewinne im Tagesgeschäft erwirtschaften will.

          Ulrich Friese

          Redakteur in der Wirtschaft.

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