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Luftfahrt : Nachfrageeinbruch bei der Lufthansa

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Die Terroranschläge in den USA haben auch bei der Lufthansa die Nachfrage einbrechen lassen.

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          Die Terroranschläge in den USA haben auch bei der Deutschen Lufthansa die Nachfrage einbrechen lassen: Obwohl in den ersten zehn Tagen des Monats noch normaler Flugverkehr herrschte, nahm die Zahl der Passagiere im September um 9,1 Prozent ab.

          „Die Folgen der Terroranschläge vom 11. September haben die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung der Lufthansa im Jahr 2001 deutlich verschlechtert“, erklärte das Unternehmen. „Sollte der Konflikt noch länger andauern, ist auch im ersten Halbjahr 2002 noch nicht mit einer durchgreifenden Erholung zu rechnen.“ In einigen Regionen beträgt der Passagierrückgang mehr als 30 Prozent. Auch bei der Luftfracht gab es einen drastischen Einbruch. Die von der Lufthansa transportierte Menge nahm im September um fast 15 Prozent ab.

          Vertrauensbildende Sicherheitsmaßnahmen

          "Im Geschäftsreiseverkehr sind drastisch deutliche Rückgänge zu beobachten“, analysierte die Kranichlinie. „Aber auch viele Privatreisende meiden derzeit das Flugzeug.“ Die Lufthansa will nun mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen das Vertrauen ihrer Kunden zurückgewinnen. So soll in den kommenden drei Monaten die gesamte Flotte mit verstärkten Cockpit-Türen ausgerüstet werden.

          Die sofortigen Verluste für Lufthansa durch die Sperrung des Luftraums über den USA bezifferte das Unternehmen auf 40 Millionen Euro bei ihren Passagierflugzeugen und 15 Millionen Euro bei der Luftfracht. Dies seien allerdings nur die Zahlen für die ersten vier Tage nach den Anschlägen von New York und Washington. Insgesamt beantragte die Kranichlinie einen staatlichen Ausgleich von 180 Millionen Euro für die im September „durch den hoheitlichen Eingriff entstandenen Schäden“.

          Leichtes Plus seit Jahresbeginn

          Trotz der negativen Septemberentwicklung gab es in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt noch ein leichtes Plus bei den Ticketverkäufen. Von Anfang Januar bis Ende September seien 46 Millionen Menschen mit Lufthansa geflogen, teilte das Unternehmen weiter mit. Dies seien 1,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

          Zugleich sank allerdings die Auslastung der Maschinen von 75,2 auf 72,9 Prozent. Dies erklärt sich dadurch, dass die Kapazitäten deutlicher ausgebaut wurden, als die Nachfrage nach Tickets stieg. Bei Lufthansa Cargo sank die transportierte Menge in den ersten neun Monaten um 7,2 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen.

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