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Luftfahrt : Kanton Zürich stimmt Crossair-Krediten zu

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Kredit: Kanton Zürich hilft der Crossair Bild: dpa

Crossair hält Kurs. Die Zustimmung zu Millionen-Krediten durch den Kanton Zürich sichert das Finanzierungspaket der Schweizer Fluglinie.

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          Der Kanton Zürich hat in einem Referendum für die Bereitstellung öffentlicher Mittel zur Sanierung der Schweizer Fluggesellschaft Crossair gestimmt. Die Finanzierung der Tochter-Gesellschaft der Pleite gegangenen Swissair scheint damit gesichert.

          Nach Behördenangaben stimmten rund 55 Prozent der Bevölkerung einer Beteiligung in Höhe von 300 Franken Millionen Franken (199 Millionen Euro) am Aktienkapital zu, mit denen die Kantone für die Fluggesellschaft bürgen wollen. Für eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Franken für den Flughafen in Zürich stimmten zudem mehr als 67 Prozent der Bevölkerung. Andere Kantone wollen ähnlich Abstimmungen abhalten.

          Der Bund hatte sich mit 600 Millionen Franken an der neuen Crossair beteiligt und hält künftig 23,07 Prozent an der Crossair, zehn Prozent liegen beim Kanton Zürich. Zwei Drittel der rund 2,7 Milliarden Franken des Sanierungsplans will die Privatwirtschaft übernehmen. Investoren sind die Großbank UBS mit 11,79 Prozent, die Credit Suisse Group (11,33 Prozent) und die Automobil- und Motoren AG (Amag), die 7,69 Prozent hält.

          Neuer Name für Schweizer Flieger

          An diesem Montag kommt die Crossair-Führung zusammen, um über einen neuen Namen für die neue Fluggesellschaft zu diskutieren, die Ende März 26 Kurzstrecken- und ebenso viele Langstreckenflugzeuge von der Swissair übernimmt.

          Schielt die Lufthansa nach Zürich?

          Unterdessen bestätigte Unternehmenssprecher Patrick Jeandrain Verhandlungen mit Vertretern der Lufthansa über eine Zusammenarbeit. Die Schweizer „Sonntagszeitung“ hatte zuvor von „intensiven Gesprächen“ berichtet. Die Lufthansa könnte den Flughafen Zürich als neues Drehkreuz für Flüge nach Afrika ausbauen. Ebenso gebe es Kontakte mit der britischen Fluggesellschaft British Airways, sagte Jeandrain.

          Swissair verschwindet von der Börse

          Die Tage der Swissair an der Schweizer Börse sind unterdessen gezählt. Die Swissair-Aktien und die ausstehenden Anleihen werden am 31. Januar zum letzten Mal gehandelt. Seit dem Zusammenbruch im Oktober 2001 operiert die Swissair unter Gläubigerschutz und soll im März in der neuen Schweizer Airline aufgehen, die um die Crossair gebildet wird.

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