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Luftfahrt : Einbruch der Nachfrage bei Flugreisen - Fast überall

  • Aktualisiert am

Kein Andrang an den Buchungsschaltern Bild: dpa

Nach den Fluggesellschaften meldet nun auch das Reisebuchungsunternehmen Amadeus einen deutlichen Buchungsrückgang.

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          Nach den düsteren Nachrichten aus den Reihen der Fluggesellschaften meldet nun auch Europas größtes Reisebuchungsunternehmen Amadeus Global Travel einen deutlichen Buchungsrückgang im dritten Quartal. Deutliche Steigerungen dagegen kann der Billigflieger Ryanair verzeichnen.

          Die Verunsicherung und der dreitägige Flugstopp nach den Terroranschlägen vom 11. September schlagen sich in der Bilanz von Amadeus für das dritte Quartal in einem Buchungsrückgang von 5,6 Prozent nieder. Bei dem spanischen Unternehmen, das zum Teil zur Lufthansa gehört, ging der Gewinn um ein Drittel zurück. Für das vierte Quartal rechnet der Buchungssystemanbieter mit 5 bis 15 Prozent Buchungsrückgang und dann voraussichtlich auch mit roten Zahlen.

          Wachstum trotz Branchenflaute

          Profiteur der Verunsicherung durch die Terroranschläge ist die Bahn. Bei Reisen mit dem Zug sind die Buchungen laut Amadeus um knapp fünf Prozent gestiegen. Die Flugausfälle konnten damit jedoch nicht ausgeglichen werden.

          Positive Akzente setzte in der zurzeit mit dunklen Wolken verhangenen Reiselandschaft die irische Fluggesellschaft Ryanair. Überraschend gute Zahlen liefert der Billiganbieter für das dritte Quartal. Der Gewinn vor Steuern konnte um 33,5 Prozent auf 75 Millionen Euro erhöht werden. Der Umsatz verbesserte sich um knapp 30 Prozent auf 193,4 Millionen Euro.

          Preissenkung statt Sicherheitsaufschlag

          Im Gegensatz zu den großen Airlines, die trotz schwindender Passagierzahlen mit Sicherheitsaufschlägen die Flugpreise erhöhen, setzt Ryanair auf Preisabschläge. Das werde sich nach Angaben des Unternehmens im zweiten Halbjahr auf die Einnahmen auswirken. Ryanair hofft aber, den negativen Effekt in Kürze über steigende Marktanteile und ein größeres Flugvolumen wettzumachen. Nach Ansicht von Ryanair-Vorstandschef Michael O'Leary hält die Menschen nicht die Angst vom Fliegen ab, sondern Preiserhöhungen der Airlines.

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