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Luftfahrt : Bei der Lufthansa wackeln Arbeitsplätze

  • Aktualisiert am

Verluste entsprechen laut Lufthansa 60 Arbeitsplätzen täglich Bild: Deutsche Lufthansa AG

Jeder fünfte Mitarbeiter in der Passage könnte den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

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          Die ersten Verhandlungen zwischen der Lufthansa und Gewerkschaftsvertretern über weitere Sparmaßnahmen haben noch keine konkreten Ergebnisse gebracht. Lufthansa-Chef Jürgen Weber fordert eine Vier-Tage-Woche. Kündigungen seien sonst unausweichlich.

          Lufthansa-Passage-Vorstand Wolfgang Mayrhuber drohte vor dem Krisengespräch mit Vertretern der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Pilotenvereinigung Cockpit mit einem massiven Arbeitsplatzabbau. Allein in der Passage müsste trotz der vorhandenen Arbeitsbelastung bei einem Scheitern des Sparprogramms jeder vierte bis fünfte Arbeitsplatz aufgegeben werden, sagte er in der Mitarbeiterzeitung „Lufthanseat“. In diesem Bereich arbeiten rund 30.000 Menschen, insgesamt beschäftigt die Lufthansa knapp 70.000 Mitarbeiter.

          Die Lage sei dramatischer, „als wir selber noch vor Wochen erwartet haben, und sie wird zunehmend kritischer“, sagte Mayrhuber. Allein durch den verstärkten Umstieg der Fluggäste von der Business- in die Economy-Class werde bei der Lufthansa zur Zeit täglich ein Geldwert vernichtet, der sechzig Jahresarbeitsplätzen entspreche. Einnahmen von 50 Millionen pro Woche fehlen.

          Den Verlust in der Luftfahrtindustrie nach den Anschlägen schätzt Mayrhuber auf dreimal so hoch wie in der Golfkrise. Mehr als zwei Drittel dieses Verlustes entstünden in den letzten drei Monaten des Jahres.

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