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Logistik : Deutsche Post kommt in Dänemark nicht zum Zug

  • Aktualisiert am

Attraktiv für Briten, Deutsche, Holländer Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Eine britische Investmentgesellschaft soll exklusive Verhandlungen über den Einstieg bei der dänischen Post führen dürfen. Die Deutsche Post hat das Nachsehen - schon wieder.

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          Die Deutsche Post steht vor einer Niederlage im Bieterwettstreit um einen Einstieg bei der dänischen Post. Die dänische Regierung teilte am Freitag mit, sie wolle mit dem britischen Investmentfonds CVC Capital Partners exklusive Gespräche über den zum Verkauf stehenden 25-prozentigen Anteil an der nationalen Post führen. „Das Angebot von CVC Capital Partners ist das attraktivste", teilte das für die Ausschreibung zuständige Verkehrsministerium am Freitag mit.

          Neben der Deutschen Post und CVC hatte auch der niederländische Logistikkonzern und Post-Konkurrent TPG Interesse an einem Einstieg in Dänemark gezeigt. Von der Deutschen Post war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Der Bonner Konzern muß damit wohl nach Belgien und Österreich ein weiteres Expansionsziel innerhalb Europas aufgeben. Die Post-Aktie notierte am Morgen mit 18.00 Euro leicht im Minus. Auch die Papiere des konkurrrierenden Bieters TPG gaben nach.

          Kein Interesse mehr an Österreich

          „Eine Beteiligung an der österreichischen Post ist jetzt und in Zukunft kein Thema mehr", hatte Vorstand Hans-Dieter Petram Anfang der Woche gesagt. Grund für die Aufgabe der Pläne in Österreich ist das politische Tauziehen um die Privatisierung des Staatsbetriebs. „Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir uns auf andere Märkte in Europa und Übersee, in denen wir bereits tätig sind oder tätig werden", unterstrich er.

          Die Deutsche Post hatte im vergangenen September bei der Regierung in Kopenhagen offiziell Interesse an einem Einstieg bei der dänischen Post angemeldet. Das Ministerium wird bei der Ausschreibung von der britischen Investmentbank N M Rothschild & Son Ltd. unterstützt. In Branchenkreisen war damit gerechnet worden, daß der Anteil zu einem Preis im niederen dreistelligen Millionenbereich den Besitzer wechseln könnte. Post-Chef Klaus Zumwinkel will mit einem konsequenten Internationalisierungskurs die Abhängigkeit des Konzerns vom voraussichtlich 2007 auslaufenden deutschen Briefmonopol überwinden. In den Niederlanden hat die Deutsche Post ebenso wie in Großbritannien bereits zugekauft. Auch in den Vereinigten Staaten und in Asien steuert Zumwinkel auf Expansionskurs.

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