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Löhne : Minijobs im Wahlkampf

Die SPD versucht auf Umwegen eine Art Mindestlohn für fast sieben Millionen Minijobber zu schaffen. Davor sei gewarnt. Denn der Mini-Mindestlohn würde legale Beschäftigung vor allem im Helferbereich bedrohen und die Schwarzarbeit fördern.

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          Die SPD legt in ihrer Kampagne für „faire Löhne“ nach. Zuerst haben die Sozialdemokraten der Union die Debatte um gesetzliche Mindestlöhne aufgenötigt, nun wollen sie die Zeit zurückdrehen und fordern die Wiedereinführung einer Begrenzung auf 15 Stunden die Woche für geringfügig Beschäftigte.

          Dies ist der Versuch, auf Umwegen eine Art Mindestlohn für fast sieben Millionen Minijobber zu schaffen. Davor sei gewarnt.

          Schwarzarbeit würde gefördert

          Denn der Mini-Mindestlohn würde legale Beschäftigung vor allem im Helferbereich bedrohen und die Schwarzarbeit fördern. Wer soll außerdem die Einhaltung der vorschriebenen Wochenarbeitszeit kontrollieren? Gerade erst wurde der Arbeitsmarkt von einigen bürokratischen Fesseln befreit, die Arbeitslosigkeit sinkt. Die Union tut gut daran, der SPD nicht auf den Leim zu gehen.

          Natürlich sind diese Minijobs nicht der arbeitsmarktpolitischen Weisheit letzter Schluss. Es lässt sich darüber streiten, ob Gutverdiener im Nebenverdienst, brutto für netto, einen Zuschlag erwirtschaften sollen auf Kosten der Allgemeinheit. Änderungen sollten aber durchdacht sein. Doch dafür unterschreibt in der Hitze des Wahlkampfs keine Seite eine Garantie.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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