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Höhere Belastung : Linke Steuerpolitik

Dietmar Bartsch, Co-Fraktionsvorsitzender der Linken Bild: ZB

Einkommensmillionäre will die Linke mit einem sechsstelligen Betrag zusätzlich zur Kasse bitten. Die Pläne sind fatal, dass die SPD sich wegduckt, ist nicht viel besser.

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          Die SPD weiß derzeit nicht, was sie in der Steuerpolitik will. Die Linke stößt lustvoll in diese Lücke. Die Bundestagsfraktion untermauert nun ihre Überlegungen mit Zahlen. Wenig überraschend würden nur Bürger entlasten, die nicht allzu viel verdienen. Wer etwas mehr hat, bekäme eine etwas höhere Last aufgebrummt.

          Am oberen Ende wird die Ente bei der Linkspartei so richtig fett. Einkommensmillionäre will sie mit einem sechsstelligen Betrag zusätzlich zur Kasse bitten. Ob es gerecht ist, alle noch stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen, die länger für ihre Ausbildung benötigt haben, die mehr und härter arbeiten oder mehr ins Risiko gehen – darüber kann man lange streiten.

          Gewiss ist eins: Wer so abkassiert, trifft nicht nur Spitzenfußballer, sondern das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, nicht zuletzt auch Personengesellschaften, die ebenfalls Einkommensteuer zahlen – und das sind die meisten Unternehmen. Weil viele Länder das Gegenteil gemacht haben, sind die hiesigen Anbieter schon heute häufig im Nachteil gegenüber ihren Konkurrenten. Die Pläne der Linken sind fatal. Dass die SPD sich wegduckt, ist nicht viel besser.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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