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Lieferkettengesetz : Wer hat meine Schuhe gemacht?

Für welche Marke wird hier produziert? Textilfabrik in Bangladesch. Bild: AFP

Die Politik feilt am Lieferkettengesetz. Dann müssen Unternehmen nachvollziehen, woher ihre Vorprodukte kommen. Technisch ist das möglich und auch die Blockchain könnte helfen. Doch es gibt einen Haken.

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          Als vor acht Jahren eine Kleiderfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka in Flammen stand und der Brand mehr als hundert Menschen tötete, zeigten viele Finger auch auf deren Kunden: große westliche Modemarken. Die hatten ihren Zulieferern Waren abgenommen, die so billig produziert waren, dass selbst fundamentale Sicherheitsvorschriften missachtet wurden. In Europa und Amerika wurden nicht nur Hilfsfonds eingerichtet, um das Leid der Betroffenen zu lindern. Im Westen entspann sich auch eine Debatte über die Transparenz von Lieferketten und Zulieferern.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schon damals war klar: Die Globalisierung hat ein so dichtes Netz über die globalen Produktionsmethoden gelegt, dass selbst die großen Markenabnehmer nicht mehr genau wissen, von wem sie eigentlich produzieren lassen. Seitdem ist die Diskussion um die sogenannte Supply Chain nicht abgerissen.

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