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Papierhersteller im Interview : Wird das Klopapier wieder knapp, Herr Groth?

Der Schwede Magnus Groth, 58, Vorstandsvorsitzender von Essity, auf dem Gelände der Papierfabrik in Mannheim. Dort wird jetzt außer Holz auch Stroh zur Herstellung von Zewa-Papier genutzt. Bild: Marcus Kaufhold

Der Papierhersteller Essity beliefert die Welt mit Tempo und Zewa. Konzernchef Magnus Groth über Panikkäufe, steigende Preise und die Vorlieben der Deutschen.

          6 Min.

          Herr Groth, die Weltwirtschaft ächzt unter Knappheiten, auf dem Bau fehlt das Holz, für neue Autos fehlen die Computerchips. Geht uns bald auch wieder das Klopapier aus, wie schon zweimal zuvor in der Corona-Ära?

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Darauf deutet derzeit überhaupt nichts hin. Die Rohstoffe für die Produktion sind verfügbar, und unsere Papierfabriken laufen ohne Einschränkungen.

          Das haben Sie auch schon im ver­gangenen Winter und im Frühjahr 2020 behauptet. Im Supermarkt waren die Regale trotzdem leer.

          Dafür waren Panikkäufe verantwortlich, für die es eben auch damals schon keinen vernünftigen Grund gab. Dass es in manchen Supermärkten kurzzeitig kein Toilettenpapier gab, lag nicht daran, dass wir weniger als üblich geliefert hätten. Es war ja auch gar nicht zu wenig davon vorhanden. Es stapelte sich bloß zu Hause bei den Leuten und nicht mehr wie sonst im Supermarkt, übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch in einer Reihe von anderen Ländern.

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