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Italiens Regierungschef : Letta wettert gegen „verfluchten“ Euro-Kurs

  • Aktualisiert am

Enrico Letta Bild: dpa

Italiens Regierungschef Enrico Letta stört sich am starken Euro. Die EU müsse etwas gegen den hohen Außenwert tun, um die Exportwirtschaft anzukurbeln.

          1 Min.

          Italiens Ministerpräsident Enrico Letta sieht Handlungsbedarf wegen des starken Euro. Die Europäische Union müsse gegen den „verflucht“ hohen Kurs vorgehen, sagte er am Mittwoch vor Diplomaten und Mitarbeitern des Außenministeriums in Rom. „Der Wechselkurs ist unausgeglichen, und das Ziel für die gesamte EU muss es sein, den verfluchten Kurs von 1,36 bis 1,38 Dollar je Euro zu ändern.“ Das würde die Exporte und die gesamte Wirtschaft ankurbeln.

          Der Euro notiert derzeit zwar deutlich über dem Wert von gut 1,20 Dollar, den er zur Jahresmitte 2012 erreicht hatte. Dennoch ist er weit billiger als vor Beginn der Finanzkrise 2008. Ein niedriger Euro-Kurs kommt den Exportunternehmen bei Verkäufen ins Ausland zugute, weil sie ihre Produkte dann billiger anbieten können, ohne Gewinneinbußen hinnehmen zu müssen.

          Allerdings ist der Einfluss der Politik begrenzt, den Euro zu schwächen. Mehr Möglichkeiten dafür hätte die Europäische Zentralbank (EZB), die Hüterin des Euro. Doch für sie ist der Wechselkurs kein Ziel der Geldpolitik. EZB-Präsident Mario Draghi sagte zuletzt, der Euro-Kurs sei für ihn kein Thema.

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