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Lernen in der Pandemie : So retten wir die Schüler

Eltern gefordert: Der Bildungsfortschritt vieler Kinder hängt in Pandemiezeiten vom Einsatz von Mama und Papa ab. Bild: dpa

Corona hält eine ganze Generation vom Lernen ab – und bedroht ihre späteren Einkommenschancen. Noch lässt sich der Schaden wettmachen. Doch es muss sich systemisch sofort etwas ändern.

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          Angela Merkel hat keine Kinder. Ihr Vizekanzler Olaf Scholz auch nicht. Ebenso wenig der Gesundheitsminister Jens Spahn. Die drei in der Pandemie maßgeblichen Politiker erleben die Bedürfnisse und die Leiden des deutschen Nachwuchses und deren Eltern nicht täglich. Sie kennen sie vielleicht aus Studien, wo Kinder und Jugendliche nur Zahlen sind. Das ist nicht ihre Schuld, aber es ist ein Faktum. Und es könnte sehr gut erklären, warum die Bundesregierung in dieser gesellschaftlich erschütternden Krise die Kinder so vernachlässigt hat.

          Inge Kloepfer
          (ink.), Freie Autorin

          Nun soll man Menschen, die bestimmte Erfahrungen nie gemacht haben, nicht per se die Kompetenz auf Feldern absprechen, die nicht zu ihrer Alltagswirklichkeit gehören. Und doch weiß jeder, dass die eigene Lebenswelt unzweifelhaft den Blick auf die Außenwelt und die Prioritäten prägt. Das merkt man jetzt. Sie haben die Kinder vergessen. Warum sonst müssten sich die landespolitischen Verantwortlichen, die die Schulen aufsperren, dafür immerzu rechtfertigen? Die 7. bis 9. Klassen seien 4 Monate nicht in der Schule gewesen, sagte diese Woche etwa die Berliner Schulsenatorin Scheeres. Den Kindern gehe es nicht gut.

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