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Lebensmittelhandel : Basic verbündet sich mit Lidl

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Ausgerechnet Lidl: Der Einstieg des Hard-Discounters teilt die Basic-Gründer Bild: ddp

Der Bio-Discounter Basic ist eine der erfolgreichsten Gründungen im deutschen Lebensmittelhandel der vergangenen Jahre. Jetzt will die Pionier-Kette eine Allianz eingehen - ausgerechnet mit Lidl, einem besonders harten Hard-Discounter.

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          Johann Priemeier hat es nicht leicht, seit am Freitag bekannt wurde, dass die Schwarz-Gruppe bei ihm eingestiegen ist. Dabei will der Gründer und Finanzvorstand der Biosupermarkt-Kette Basic doch nur, dass es „schneller vorangeht mit meiner Vision, Bio zu den Menschen zu bringen“, sagt er.

          Die Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört, hat für einen „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ eine Minderheitsbeteiligung erworben, die jetzt rund zehn, bald etwa zwanzig Prozent betragen wird.

          Das Bio-Image steht auf dem Spiel

          Was Priemeier als strategische Allianz feiert, stößt in der Biobranche auf Unwillen. Für sie steht das saubere Bio-Image auf dem Spiel, denn Lidl ist unter den Discountern der mit dem schlechtesten Ruf. Mit den Basic-Mitgründern Richard Müller und Georg Schweisfurth hat es schon heftige Diskussionen gegeben.

          Doch Priemeier lässt sich nicht beirren. Die Vorbehalte gegen Lidl nennt er „Öko-Rassismus“. „Wenn wir laut schreien, dass die bös sind, dann sind wir umso schöner“ - das sei die Denkweise, die dahinterstecke. „Klar, der Ruf, den Lidl hat, ist desaströs“, sagt er. „Aber bei der Schwarz-Gruppe können wir die größte Unabhängigkeit bewahren.“ Man habe auch mit Tengelmann verhandelt, sich aber für das bessere Angebot entschieden.

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