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Lebensmittel : Trotz guter Weizenernte werden Brötchen nicht billiger

  • Aktualisiert am

Brötchen von der Großbäckerei Bild: dpa

Großbäckereien müssen mehr Geld ausgeben für Energie und Transport. Sie werden dennoch die kleinen Familienbetriebe nach und nach ersetzen.

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          Die Getreideernte ist sehr gut. Der absehbar niedrigere Getreidepreis bringt den Brötchenkäufern hierzulande vermutlich aber nichts. Höher Kosten für Energie und Transport würden das ausgleichen, sagte die neue Präsidentin des Verbandes der Deutscher Großbäckereien, Ulrike Detmers.

          Detmers, Gesellschafterin des Großbäckers Mestemacher, ist die erste Frau an der Spitze des im Jahr 1905 gegründeten Verbandes. Die rund 100 Verbandsmitglieder repräsentieren mehr als 60 Prozent des Branchenumsatzes: Im Jahr 2011 waren das immerhin  mehr als 18 Milliarden Euro.

          Zugleich kritisierte Detmers ihren eigenen Wirtschaftszweig: „Die Branche muss ihr Image aufpolieren.“ Da gebe es weit verbreitete Vorurteile - etwa dass man als Bäcker immer mitten in der Nacht früh aufstehen müssen. Außerdem würden viele körperlich sehr anstrengende Arbeiten inzwischen durch Maschinen erledigt.

          Kleine Bäckereien verschwinden vom Markt

          Die Backbranche befindet sich weiter mitten im Strukturwandel. Die Zahl der Großbäckereien steigt, die kleinen Bäckereien verschwinden. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die aus dem Jahr 2011 stammen, ist die Zahl der Unternehmen seit dem Jahr 2000 um 6000 auf 13.800 gesunken. Bis zum Jahr 2020 sollen es nur noch 8000 bis 10.000 sein. Und es gebe schon Versuche mit Backstationen für Konditorwaren bei Discountern.

          Auch künftig würden fast ausschließlich Betriebe mit einem Umsatz von weniger als einer Million Euro vom Markt verschwinden, hieß es. Gründe sind vor allem fehlende Nachfolger in Familienbetrieben und der Bevölkerungsrückgang auf dem Land, sagte Detmers.

          Zugleich steigt aber die Zahl der Backstationen in Supermärkten. Derzeit sind es gut 15.000, in den nächsten drei Jahren könnten 10.000 weitere dazukommen.

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