https://www.faz.net/-gqe-16pqy

Lebenshaltungskosten : Tokio ist die teuerste Stadt der Welt

Bild: F.A.Z.

Das Leben in Berlin ist einer neuen Studie zufolge teurer als in Manhattan oder London. Den Spitzenrang nimmt nach drei Jahren wieder die japanische Hauptstadt ein. Internationale Unternehmen nutzen die Auswertungen, um die Gehälter ihrer ins Ausland entsendeten Mitarbeiter anzupassen.

          1 Min.

          Tokio ist die teuerste Stadt der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens ECA International, das jedes Jahr die Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsendete Geschäftsleute an 400 Standorten auf der ganzen Welt vergleicht. An zweiter Stelle folgt das norwegische Oslo - zugleich die teuerste Stadt Europas -, auf dem dritten Platz liegt der ehemalige Spitzenreiter Luanda (Angola).

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Zwar seien die Preise in der angolanischen Hauptstadt weiter gestiegen, allerdings sei die heimische Währung deutlich abgewertet worden, was die Preise für die nach Luanda versetzten Mitarbeiter deutlich gesenkt habe, berichten die Berater. Die untersuchten Standorte in Deutschland sind im internationalen Vergleich günstiger geworden.

          Berlin teurer als Manhattan oder London

          Auch wenn München hierzulande als besonders teures Pflaster gilt: Nach den ECA-Berechnungen sind die Lebenshaltungskosten in Berlin am höchsten. Berlin liegt auf Platz 26, München auf Platz 36. Düsseldorf als drittteuerster deutscher Standort wird auf dem 49. Rang geführt. Günstiger ist das Leben in der Bankenmetropole Frankfurt, die Platz 65 einnimmt.

          In Tokio ist es wieder am teuersten
          In Tokio ist es wieder am teuersten : Bild: AFP

          In der deutschen Hauptstadt war das Leben für Manager noch teurer als im New Yorker Stadtbezirk Manhattan (Platz 29). London kommt in der Studie auf Rang 78. In anderen Studien gilt die britische Hauptstadt als eines der teuersten Pflaster der Welt.

          Unternehmen nutzen Studien wie diese, um zu berechnen, welche Zuschläge sie Mitarbeitern zahlen sollen, die sie ins Ausland schicken. „Vor drei Jahren hatte sich Tokio aus den Top Ten verabschiedet aufgrund eines damals schwachen Yen - heute ist es wieder die teuerste Stadt der Welt“, schreibt ECA International.

          Basis der Erhebungen bildet ein Warenkorb mit gängigen Konsumartikeln und Dienstleistungen. Dabei fiel in Deutschland auf, dass die Preise für Flachbildschirme und Hühnerfleisch um fast 15 Prozent sanken. Die Bierpreise blieben fast stabil. Benzin verteuerte sich um 16 Prozent. Ein Grund für die hohe Platzierung mancher „exotischer“ Metropolen waren auch schwankende Wechselkurse und „schwer erhältliche“ Produkte des Warenkorbs.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Deutliche Worte in Richtung Friedrich Merz von Hessens Ministerpräsident und stellvertretendem CDU-Bundesvorsitzenden Volker Bouffier

          Bouffier über Merz’ Vorwürfe : „Das ist wirklich albern, falsch und widersinnig“

          Die Verschiebung des CDU-Parteitags habe „nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, ob dieser oder jener Parteivorsitzende werden soll“, sagt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im F.A.Z.-Interview. In der Corona-Krise stünden „harte Entscheidungen“ an.
          Heimatfreund: „Rüsselsheim ist und bleibt die Heimat von Opel“, versichert Firmenchef Michael Lohscheller

          Opel-Chef im Interview : „Wir sind jetzt die Effizienzweltmeister“

          Opel befindet sich mitten im Umbau und büßt Marktanteile ein. Unternehmens-Chef Michael Lohscheller zu der Frage, wie die Marke wieder wachsen will, wieso der Diesel nicht aus der Mode kommt und ob der E-Corsa läuft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.