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Erfolge der Energiewende : Willkommen im Jahr 2030

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Höher, schneller, weiter? Damit soll jetzt Schluss sein: Für den Alltag und die Wirtschaft bedeutet das große Umwälzungen. Bild: dpa

In weniger als einem Jahrzehnt muss Deutschland 65 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990. Für den Alltag und die Wirtschaft bedeutet das große Umwälzungen. Eine Reise in nicht allzu ferne Zukunft.

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          Endlich kann er fließen. Der Weg für den Gleichstrom, der aus den norddeutschen Windparks nach Bayern und Baden-Württemberg drängt, ist frei. Nach rund 15 Jahren ist die Stromtrasse Südlink fertig. Das sollte sie ursprünglich schon vor vier Jahren, 2026, sein. Doch erst hat die Corona-Krise zu Beginn der Dekade den Bau nach hinten geworfen, bevor juristische Verfahren und Bürgerbegehren ihr Übriges geleistet haben.

          Viel später hätte es aber nicht werden dürfen. Das Jahr 2030 bedeutet eine Zäsur fürs heimische Stromnetz. Nach dem einstmaligen Kohlekompromiss, der einen Ausstieg bis 2038 vorsah, hat der europäische Emissionshandel in der Zwischenzeit Fakten geschaffen. Mit DattelnIV und Boxberg sind nur noch zwei Kohlekraftwerke am Netz, die zudem bald in den Sicherungsbetrieb wechseln. Im Austausch mit der Bundesnetzagentur erarbeiten die Betreiber derzeit Pläne, wie man die Anlagen, so wie mit dem Großteil der alten Kraftwerke schon geschehen, umrüsten kann. Sowohl die Option, die Generatoren als „Balancehilfe“ für den bei dunklem, windstillen Wetter schwankenden Ökostrom am Netz zu lassen, als auch Pläne, sie zu thermischen Speichern auszubauen, liegen auf dem Tisch.

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