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Landtagswahl in NRW : Kammern-Chef: Röttgen muss nach Düsseldorf

Mit einem Fuß fest in Berlin: Bundesumweltminister Norbert Röttgen Bild: dpa

Aus der Wirtschaft wird erstmals die Forderung laut, Bundesumweltminister Röttgen solle sein Amt in Berlin niederlegen und sich voll in die Landtagswahl in NRW einbringen. „Es hilft nichts. Man muss Prioritäten setzen“, so DIHK-Präsident Driftmann.

          Der Druck auf Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), sich ganz um die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu kümmern und sein Berliner Amt niederzulegen, nimmt zu. Erstmals werden solche Forderungen aus der Wirtschaft laut. Hans Heinrich Driftmann, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), fordert den CDU-Spitzenkandidat auf, schnell klarzustellen, dass er sich mit vollem Einsatz um das Amt des Ministerpräsidenten in Düsseldorf bewerbe. „Ich persönlich hielte es für sinnvoll, wenn sich Herr Röttgen klar entscheiden würde. Die Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen kommen überraschend und mein Eindruck ist, dass seine Führungskompetenz und Führungsleistung im Moment in Düsseldorf gefragt ist“, sagte Driftmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          „Es hilft nichts“

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

          Der Unternehmer setzte nach: „Also: Wenn NRW jetzt auf der Agenda steht, dann wäre er aus meiner Sicht gut beraten, beide Ärmel aufzukrempeln und sich dort voll zu engagieren. Das ist normal, auch wenn viele ihn im Umweltressort vermissen werden.“ In Sachen Energiewende sei zwar eine Menge zu tun. Da würde Röttgen fehlen. „Aber es hilft nichts. Man muss Prioritäten setzen,“ verlangt der DIHK-Präsident, der selbst CDU-Mitglied ist.

          Röttgen lässt bisher offen, ob er im Falle einer Wahlniederlage in Düsseldorf als Oppositionsführer für die CDU kämpfen wird. Einen solchen Einsatz „ohne Rückfahrkarte“ fordert Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Auch aus Röttgens Landesverband kommt dieser Wunsch. Der frühere Wirtschaftsstaatsekretär Hartmut Schauerte erwartet, dass „das letzte Wort“ noch nicht gesprochen sei. Auch einer der führenden Wirtschaftspolitiker der CDU, Fraktionsvize Michael Fuchs, mahnte Röttgen, er möge sich die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner zum Vorbild nehmen.

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