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Landesbank Hessen-Thüringen : Berger und Raupach verlassen Helaba

Die Zentrale der Helaba in Frankfurt Bild: dpa

In der Landesbank Hessen-Thüringen müssen zwei Top-Manager gehen. Nach Informationen der F.A.Z. werden die Verträge des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Berger und des Kredit-Vorstandes Raupach nicht verlängert.

          In der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) müssen überraschend zwei von sieben Vorstandsmitgliedern ausscheiden. Nach Informationen der F.A.Z. werden die zum 30. September auslaufenden Verträge des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Johann Berger und des Kredit-Vorstandes Gerrit Raupach nicht verlängert. Zu den Gründen hüllen sich die Eigner, die Vorstände und der Sprecher der Helaba in Schweigen.

          Von außen ist zu hören, das Tischtuch zwischen Berger und dem Verwaltungsratsvorsitzenden Gerhard Grandke sei zerschnitten. So soll Immobilienvorstand Berger gerne darauf hingewiesen haben, wenn Kreditausfälle im Immobilienportfolio „Altfälle“ waren. Damit provozierte er Grandke (SPD), der vor seiner heutigen Tätigkeit als Sparkassenverbandspräsident Oberbürgermeister in Offenbach war und dann eine Immobilientochtergesellschaft der Helaba geleitet hat. Raupach soll die Unterstützung des Vorstandsvorsitzenden Hans-Dieter Brenner verloren haben. Wie auch Berger soll er gegen das Vorhaben, einen Teil der West LB zu übernehmen, Bedenken geäußert haben. Brenner sagte indes am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz, er wisse nichts von bevorstehenden Änderungen im Vorstand.

          Raupach und Berger sind 51 und 52 Jahre alt und von der Pensionsgrenze weit entfernt. Raupach war 2006 von der Sachsen LB zur Helaba gestoßen. Der Immobilienfachmann Berger hatte vor seinem Wechsel zur Helaba im Herbst 2007 in der Hypo-Vereinsbank Karriere gemacht. Auch in der Helaba galt Berger als Schwergewicht, im vierten Quartal 2009 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden befördert. Das Immobiliengeschäft trug 2011 rund 60 Prozent zum Rekordgewinn der Helaba bei.

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