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Rüdiger Köhn (kön.)

Lage bei Adidas : Sorgenkind Reebok

Kasper Rorsted Bild: dpa

Der Adidas-Chef kann auf das beste Jahr in der Unternehmenshistorie zurückblicken. Dennoch ist Rorsted gefordert, sich etwas Zündendes einfallen zu lassen.

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          Kasper Rorsted ist nicht glücklich damit, aber das Corona-Virus hat die Welt im Griff. Für den Vorstandvorsitzenden von Adidas gibt es zu seinem Bedauern kaum Platz für das wichtige Alltagsgeschäft. Nicht einmal eine optimistische Jahresprognose 2020 will gelingen, die mit der Bekanntgabe schon Makulatur ist.

          Immerhin kann der Adidas-Chef die Botschaft vom besten Jahr 2019 in der Unternehmenshistorie unterbringen, zieht abermals eine stolze Erfolgsbilanz seit Amtsantritt im Oktober 2016 – trotz Pannen mit falschen Markteinschätzungen in Europa und Amerika oder desorganisierter Lieferkette, die dreistellige Millionenbeträge kosteten. Das ist nun abgehakt, womit die Herausforderungen im Geschäftsalltag nicht weniger werden. Im Herbst etwa steht eine Neuauflage der Fünf-Jahresstrategie an; die gegenwärtige wurde noch von Vorgänger Herbert Hainer auf den Weg gebracht.

          Rorsted ist gefordert, sich etwas Zündendes einfallen zu lassen. Damit rückt die amerikanische Marke Reebok wieder in den Blickpunkt, die 2019 nur leichte Umsatzzuwächse meldete und deren Ergebnis ein Geheimnis bleibt. Seit der Übernahme 2006 bereitete Reebok viel Ärger und reichlich Verluste. Ein Bekenntnis von Rorsted bleibt aus. Damit steht ihre Zukunft unter Vorbehalt.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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