https://www.faz.net/-gqe-9xik8

F.A.Z. exklusiv : Heikle Phase für die Immobilienpreise

Neu gebaute Häuser mit Eigentumswohnungen stehen neben Altbauten in der Kölner Südstadt. Bild: dpa

Lässt das Coronavirus am Immobilienmarkt eine Blase platzen? Bis jetzt jedenfalls wurden Wohnungen hierzulande weiter teurer. Spitzenreiter ist München, doch der teuerste Landkreis liegt nicht in Bayern.

          4 Min.

          Aktien haben dramatisch an Wert verloren, Öl wurde billiger, selbst der Goldpreis hat sich zuletzt dem allgemeinen Bärenmarkt nicht entziehen können. Aber was ist eigentlich mit Immobilien? Immerhin haben die Immobilienaktien am „Schwarzen Montag“ vor einer Woche auch verloren, wenn auch deutlich weniger als der deutsche Aktienindex Dax. Aber gibt es jetzt womöglich auch einen strukturellen Preisverfall bei Immobilien, wenn Deutschlands Wirtschaft insgesamt für einige Zeit darnieder liegt und auch auf Jahressicht nicht mehr so wachsen dürfte wie bislang erwartet? Wird das Virus mit seinen Folgen womöglich gar zum Auslöser dafür, dass am deutschen Immobilienmarkt eine Blase platzt, wie es von Pessimisten seit längerem erwartet wird?

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Postbank, die gerade zusammen mit dem Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) ihren jährlichen „Wohnatlas“ fertiggestellt hat, welcher der F.A.Z. exklusiv vorliegt, äußert sich äußerst vorsichtig. „Ob die aktuelle Corona-Krise Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen“, sagt Eva Grünwald, die Leiterin des Immobiliengeschäfts der Postbank. Für das zurückliegenden Jahr hingegen hätten 90 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte noch einen Zuwachs bei den Immobilienpreisen verzeichnet. Im bundesweiten Mittel habe das Plus gegenüber dem Jahr 2018 inflationsbereinigt bei 9,3 Prozent gelegen – und sei damit sogar noch größer als im Vorjahr gewesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hoffnungsträger in blassem Gelb: Das Bundesgesundheitsministerium deckt sich mit dem japanischen Grippemittel Avigan ein.

          Medizin : Riesiger Wirbel um eine Pille gegen Corona

          Das Grippemittel Avigan aus Japan könnte Patienten retten. Deutschland deckt sich mit Millionen Tablettenpackungen ein. Die Bundeswehr soll beim Verteilen helfen.