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Lärmbelästigung : Vertreibt Windpark-Bau vor Sylt Schweinswale?

  • -Aktualisiert am

Offshore-Windpark Bild: dpa

Unweit der Insel Sylt wird ein neuer Windpark gebaut - ausgerechnet in einem Schutzgebiet für Wale. Bereits einmal hatte der Naturschutzbund erfolglos dagegen geklagt.

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          Der Lärm der Rammarbeiten für einen Windpark westlich der Nordsee-Insel Sylt vertreibt die Schweinswale aus einem für sie angelegten Schutzgebiet. Darauf weist der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hin und bezieht sich auf Zählungen, die das Bundesamt für den Naturschutz (BfN) in Auftrag gegeben habe. Demnach sei „fast jeder zweite Schweinswal aus dem Gebiet verschwunden“. Das BfN konnte diese Angaben auf Anfrage nicht bestätigen, auch sei der vom Nabu behauptete Zusammenhang mit dem Bau des Windparks nicht belegt.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Normalerweise halte sich im Juni in der Gegend bei Sylt die einzige in Deutschland beheimatete Wal-Art auf, um ihre Kälber aufzuziehen, erläuterte der Nabu. Mit der Zählung sei klar, dass der Baulärm des Windparks die Wale mitten in ihrer Fortpflanzungszeit aus dem Schutzgebiet vertrieben habe, sagte Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Betreibern und Genehmigungsbehörden des Windparks „Butendiek“ warf er „naturschutzpolitische Ignoranz“ vor, weil sie die Rammungen in die Fortpflanzungszeit der Schweinswale von Mai bis August gelegt hätten.

          Eine Klage gegen das BfN in der Sache hat der Nabu laut Naturschutzamt allerdings unlängst verloren, auch die Chancen für eine weitere Klage gegen das für die Genehmigung des Parks zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie stünden nicht gut, wie das Hamburger Gericht signalisiert habe.

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