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Labour unter Jeremy Corbyn : Eine Schicksalswahl für Großbritannien

Wahlkampf in Großbritannien: Labour-Parteichef Jeremy Corbyn fordert die Wieder-Vergesellschaftung der Eisenbahnen, der Wasser-, Gas- und der Stromversorger. Bild: EPA

Der Wahlkampf in Großbritannien ist aufgeladen. Labour unter Parteichef Jeremy Corbyn spielt mit dem Feuer – und setzt die Zukunft des Wirtschaftsstandorts aufs Spiel.

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          Im Wahlkampf ziehen Politiker gerne Spendierhosen an und machen den Bürgern kostspielige Versprechen. Was sich derzeit in Großbritannien abspielt, übertrifft aber den üblichen Rahmen. Gleich 400 Milliarden Pfund will Labour unter Parteichef Jeremy Corbyn für eine „grüne Transformation“ und eine „soziale Transformation“ ausgeben. Finanziert werden soll das zum Teil durch Steuererhöhungen für Reiche und Unternehmen, überwiegend aber wohl durch neue Schulden. Die Tories möchten auch nicht knauserig erscheinen. Finanzminister Sajid Javid verspricht Investitionen von 100 Milliarden Pfund für bessere Schulen, Krankenhäuser, Straßen und schnelles Internet. Nach zehn Jahren konservativer Sparpolitik soll die „Austerität“ enden.

          Die sehr niedrigen Zinsen bieten tatsächlich eine günstige Gelegenheit, dass der Staat Kredite aufnimmt und sinnvoll investiert. Das betont Javid zu Recht, doch ist Augenmaß geboten. Mit 1,8 Billionen Pfund (umgerechnet mehr als 2 Billionen Euro) Verschuldung, gut 85 Prozent der Wirtschaftsleistung, ist das Königreich recht hoch verschuldet. Labours Pläne würden die Schulden in gefährliche Höhen treiben – so hoch wie in den sechziger Jahren, warnt das Institute for Fiscal Studies. Damals lasteten noch die Kriegsschulden auf dem Königreich.

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