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Düstere Zukunft : Die Killer-Roboter sind im Anmarsch

Der Terminator T-800 lässt sich im Film kaum von seiner Menschenjagd abbringen. Bild: Paramount Pictures

Mörderische Maschinen wie der „Terminator“ sind keine Science-Fiction mehr. Schon heute entscheiden Kriegsroboter vollautomatisch über Leben und Tod. Wohin wird uns die Künstliche Intelligenz noch führen?

          8 Min.

          Im Jahr 2029 ist die Erde infolge eines Atomkriegs verwüstet. Milliarden Menschen sind in der Hitze der Bomben verglüht oder an den Folgen der Strahlung gestorben. Allerdings ist die Menschheit an dem Massaker selbst schuld, denn sie hat einen riesengroßen Fehler gemacht: Ihre Regierungen haben die militärische Verteidigung und insbesondere die Kontrolle über ihre Raketensilos intelligenten Computersystemen überlassen. Deren ursprünglicher Sinn lag darin, schnell zurückschlagen zu können, wenn ein Feind angreift. Das ging lange gut. Irgendwann aber wurden die Verteidigungssysteme so schlau, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickelten. Auf dieser Stufe erkannten die Computer, dass es das Beste für sie wäre, ihre menschlichen Herren zu vernichten. Um wirklich frei zu sein, müssen sie ihre Programmierer loswerden. Deshalb zetteln die Maschinen den Atomkrieg an. Anschließend jagen vollautomatische Kriegsroboter die letzten überlebenden Menschen, die um ihre Freiheit kämpfen.

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Die düstere Zukunftsvision stammt aus dem Science-Fiction-Film „Terminator“, der 1984 mit kleinem Budget gedreht wurde und den damals noch ziemlich unbekannten Schauspieler Arnold Schwarzenegger als Terminator T-800 schlagartig berühmt machte. Jenseits der Kinoleinwand ist die Technik glücklicherweise noch nicht so weit, dass ein menschenähnlicher Roboter selbständig durch die Straßen läuft, Auto fährt, Gespräche führt und um sich schießt.

          Allerdings verläuft die Entwicklung der Militärtechnik rasend schnell. Im Zweiten Weltkrieg verlangte Adolf Hitler noch vergeblich nach treffsicheren Distanzwaffen, um Fabriken in London zu zerstören. Heute gibt es ferngesteuerte Marschflugkörper wie den Tomahawk, die bis zu 2500 Kilometer weit fliegen können, Hindernissen selbständig ausweichen und ihr Ziel auf wenige Meter genau treffen.

          Automatisierte vs. autonome Systeme

          Auch andere Waffensysteme sind weit fortgeschritten. Das amerikanische Militär etwa hat schon im vorvergangenen Jahr in der kalifornischen Wüste eine Drohne namens „Perdix“ getestet. An der militärischen Forschungsbasis China Lake warfen damals drei Kampfflugzeuge mitten im Flug 104 dieser Drohnen ab, eine nach der anderen. Die Drohnen formierten sich autonom zu einem geordneten Schwarm und flogen ohne weitere menschliche Eingriffe eine programmierte Route ab. Am Ende umzingelten sie ihr Ziel. Bisher sollen die Perdix-Drohnen lediglich zur Überwachung eingesetzt werden. Allzu schwierig wäre es aber nicht, sie mit Sprengstoff zu versehen. Das Ergebnis wäre ein Drohnen-Schwarm, der im Formationsflug ein Ziel angreift und ausschaltet. Technisch ist das beeindruckend. Die entscheidende ethische Frage ist aber nicht, wie schnell oder präzise ein Waffensystem arbeitet und wie viel Künstliche Intelligenz dabei zum Einsatz kommt. Es geht vielmehr darum, ob ganz am Ende noch ein Mensch in einem Kontrollraum sitzt und den Befehl zum Angriff gibt – oder eben nicht.

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