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Zukunft der Informatik : Turing-Award für drei Pioniere der Künstlichen Intelligenz

Yann LeCun in Facebooks KI-Forschungslabor in Paris. Bild: Alexander Armbruster

Yann LeCun, Geoffrey Hinton und Joshua Bengio bekommen die höchste Auszeichnung der Computerkenner. Für ihre Forschung interessieren sich auch sehr prominente Unternehmen.

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          Künstliche Intelligenz (KI) gilt mittlerweile als Technologie, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen haben könnten wie einst die Erfindung der Elektrizität. Die nun schon seit einigen Jahren herrschende neue Hoffnung ruht auf einer KI-Methode, dem sogenannten tiefen maschinellen Lernen (Deep Learning) – schnellere Rechner und gewaltige verfügbare Datenmengen haben in Kombination mit schlauerer Software zu mehreren Durchbrüchen in den vergangenen Jahren geführt.

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Drei bedeutende Forscher auf diesem Gebiet sind für ihre Leistungen nun mit dem Turing-Award bedacht worden. Die Association of Computing Machinery verlieh diese höchste Auszeichnung in der Informatik an Yoshua Bengio, Geoffrey Hinton und Yann LeCun. Sie alle forschen seit mehreren Jahrzehnten auf dem Feld.

          LeCun beispielsweise entwickelte einen Lern-Algorithmus, der die Bilderkennungsfähigkeiten von Computern stark verbesserte. Hinton wiederum nennen sie innerhalb der KI anerkennend häufig den „Elder Statesman“ des Deep Learning, weil er schon in den achtziger Jahren wie wenige andere das Interesse an dem Gebiet aufrechterhielt, das lange Jahre ein Nischendasein fristete – Hintons Forschungsinteresse gilt der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

          Die Expertise aller drei Forscher ist heute auch von Unternehmen sehr gefragt. Hinton arbeitet für den Technologiekonzern Alphabet (Google) und lehrt an der Universität in Toronto. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg persönlich machte LeCun vor sechs Jahren zum KI-Chefwissenschaftler des größten sozialen Netzwerks der Welt. Bengio forscht und unterrichtet in Montreal und berät Microsoft.

          Erhalten haben den mit einer Million Dollar dotierten Preis bislang unter anderem die beiden KI-Gründerväter Marvin Minsky und John McCarthy, zudem der World-Wide-Web-Erfinder Tim Berners-Lee. Er geht auf den verstorbenen britischen Computerpionier Alan Turing zurück.

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