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Chinesischer Internetgigant : Mercedes setzt KI von Alibaba ein

Auch Covestro arbeitet mit Alibaba zusammen. Bild: Reuters

Das Zuhause mit dem Auto verknüpfen: Auto-Besitzer von Daimler, Audi und Volvo können bald mit dem Sprachassistenten von Alibaba kommunizieren – und so ihr Smart Home aus dem Auto heraus steuern.

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          Die Vision gibt es längst: Sobald sich ein Auto dem Zuhause nähert, wird dort die Ankunft vorbereitet. Das Licht geht an, Musik beginnt zu spielen, die Heizung wärmt, vielleicht sogar die Bratröhre. Umgekehrt kann man vom heimischen Sofa nochmal checken, ob die Fenster am Fahrzeug geschlossen sind. Klingt komfortabel, doch mit der Umsetzung dieser Vision hapert es noch. Und das aus vielerlei Gründen: in Deutschland unter anderem auch wegen einer gewissen Skepsis gegenüber solchen Angeboten.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Mercedes-Fahrer in China können solche Dienste bald in Anspruch nehmen - mit Hilfe von Alibaba. Wie das Forschungsinstitut Alibaba A.I. Labs im Rahmen der Messe Auto China in Peking ankündigte, werden außer Daimler auch Audi und Volvo die Künstliche-Intelligenz-Lösung namens „AI + Car“ einsetzen. Mit weiteren Automarken wolle man zusammenarbeiten, kündigt Alibaba an.

          Um das Fahren geht es nicht bei dieser Lösung. Vielmehr sollen Kunden über „Tmall Genie“, den Sprachassistenten der Alibaba A.I. Labs, mit ihrem Auto kommunizieren können. Die zugrunde liegenden Algorithmen kommen aber von den Autoherstellern selbst und funktionieren in westlichen Märkten zum Beispiel mit Alexa oder Google Home. Dagegen funktioniert Tmall Genie nicht außerhalb Chinas, die Kooperation bleibt auf Alibabas Heimatmarkt beschränkt. Das Angebot, das im zweiten Quartal freigeschaltet werden soll, funktioniert für künftig gekaufte Autos und zum Beispiel im Fall von Mercedes für alle Autos, die seit September 2016 gebaut wurden.

          Die Zusammenarbeit deutscher Unternehmen mit Alibaba weitet sich unterdessen auf immer mehr Bereiche aus. So gab am Montag auch der Kunststoffspezialist Covestro aus Leverkusen bekannt, dass man künftig unter anderem einen Hochleistungskunststoff und bestimmte Vorprodukte über die Online-Plattform von Alibaba als größten Geschäftskunden-Marktplatz vertreiben wolle. Covestro, so heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, wolle „zu den Erfolgen Chinas bei Innovation und Digitalisierung beitragen.“

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