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KI-Expertin im Gespräch : „Künstliche Intelligenz muss fair sein“

Vertrauensfrage: In Sachen Künstlicher Intelligenz werden viele Ängste geschürt – zu Unrecht? Bild: dpa

Sind KI-Systeme voreingenommen? IBM-Expertin Francesca Rossi spricht im Interview über die Macht der Maschinen, Tücken der Regulierung – und warum wir Pflegeroboter nicht fürchten müssen.

          6 Min.

          Frau Rossi, was sind die drängendsten ethischen Fragen in Sachen Künstliche Intelligenz?

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Eine der dringlichsten Fragen ist, wie man KI-Systeme fair gestaltet. Wenn wir hier nicht vorsichtig sind, besteht die Gefahr, dass sich bestehende Ungleichheiten verschärfen. Eine wichtige Frage ist daher, wie man verhindert, dass Algorithmen mit einseitigen Daten gefüttert werden.

          Wie kann das sein?

          Die Daten werden von Menschen in die Systeme gespeist, und die sind per se voreingenommen. Das geschieht meist gar nicht absichtlich. Nehmen Sie das Übersetzen von Texten oder die Gesichtserkennung. Wenn Sie nicht aufpassen, dass ein Algorithmus möglichst unvoreingenommen an diese Aufgabe herangehen kann, also in der Trainingsphase möglichst unterschiedliche Datensätze zur Auswertung bekommt: Dann besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse sehr unausgewogen ausfallen – etwa was das Alter, das Geschlecht oder die ethnische Herkunft angeht.

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