https://www.faz.net/-gqe-98j8b

Technologie der Zukunft : Macron setzt auf Künstliche Intelligenz

  • Aktualisiert am

Emmanuel Macron spricht vor Industrievertretern in Paris. Bild: EPA

Frankreichs Präsident kündigt konkrete Schritte an, um das Land fit zu machen für eine Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts. Es geht um viel.

          Der französische Präsident Emmanuel Macron möchte, dass Frankreich in einer der Schlüsseltechnologien dieses Jahrhunderts den Anschluss nicht verliert, sondern eine wichtige Rolle spielt – und kündigt noch in dieser Woche offenbar konkrete Schritte dazu an. Es geht um die neuen Möglichkeiten, bessere Software zu schaffen, die sich unter dem Begriff Künstliche Intelligenz sammeln. Durch schnellere Rechner, gewaltige verfügbare Daten und verbesserte Programme sind Computer mittlerweile in der Lage, immer mehr Tätigkeiten zu übernehmen, die derzeit vornehmlich Menschen ausüben.

          „Der Kampf um die beschleunigten digitale Transformation und Künstliche Intelligenz gewinnt an Zugkraft in der Industrie“, teilte Macron über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Und er fügte hinzu: „Ich werde am Donnerstag Maßnahmen für Frankreich ankündigen, um seinen Platz im globalen Wettbewerb der Künstliche Intelligenz einzunehmen.“

          In der jüngeren Vergangenheit haben große Technologieunternehmen ankündigt, ihr Engagement in Frankreich auszubauen oder dies bereits getan. Dazu zählen Google und Facebook. Der Google-Vorstandsvorsitzende Sundar Pichai war im Januar in Paris und traf dort mit Macron zusammen. Eine große Gruppe von Facebooks KI-Forschungsabteilung sitzt in Frankreich. Aus dem Land stammt mit Yann LeCun übrigens auch der leitende KI-Wissenschaftler des sozialen Netzwerkes – er gehört zu den Pionieren der gerade angesagten Methoden rund um die sogenannten künstlichen neuronalen Netze.

          Macrons Ankündigung fällt dabei in eine Zeit, in der andere Regierungen ebenfalls stärker auf das Thema fokussieren. In der neuen Bundesregierung hat die Digitalisierung eine höhere Priorität als noch vor Jahren. Die britische Premierministerin Theresa May möchte Britannien zu einem wichtigen Standort für Künstliche Intelligenz machen. In Washington stellt die Administration Überlegungen an, wie die Vereinigten Staaten ihre führende Position verteidigen können zumal gegenüber China. Die Führung in Peking wiederum hat im vergangenen Sommer einen ambitionierten KI-Plan angekündigt mit dem Ziel, das Land bis zum Jahr 2030 zur führenden Nation der Welt in dieser Technologie zu machen.

          Weitere Themen

          „Tarifverhandlungen erneut gescheitert“ Video-Seite öffnen

          GDL-Chef Weselsky : „Tarifverhandlungen erneut gescheitert“

          Die Deutsche Bahn habe ein „beispielloses Schauspiel“ geboten, erklärt Gewerkschaftschef Claus Weselsky. Mögliche Streiks in der Weihnachtszeit oder zu Jahresbeginn seien aber vorerst nicht vorgesehen.

          Wo unsere Smartphones herkommen Video-Seite öffnen

          Von Afrika über China zu uns : Wo unsere Smartphones herkommen

          Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik nimmt Sie mit auf die Reise.

          Topmeldungen

          EU-Gipfel in Brüssel : Im absoluten Krisenmodus

          Die Stimmung auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist gereizt. Die EU will Theresa May nicht geben, was sie will, die Stimmen aus ihrer Heimat sind vernichtend. Und dann löchert Angela Merkel die Premierministerin noch mit Fragen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.