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Zukunftstechnologie : Ein deutsch-französisches Zentrum für Künstliche Intelligenz

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Die angesagten KI-Methoden orientieren sich an der vermuteten Funktionsweise des Gehirns. Bild: © Steven T. Caputo, CereberallHack.com

Peking setzt auf Künstliche Intelligenz, das Silicon Valley heuert die größten Talente an: Union und SPD wollen dem in Europa etwas entgegensetzen, scheint es. Und verfolgen zugleich ein anderes Ziel damit.

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          Union und SPD wollen ein gemeinsames deutsch-französisches Zentrum für künstliche Intelligenz einrichten. „Wir werden gemeinsam mit unseren französischen Partnern ein öffentlich verantwortetes Zentrum für künstliche Intelligenz errichten“, heißt es in dem Entwurfspapier der Fachgruppe Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung in den Koalitionssondierungen.

          SPD und Union hatten bereits im Sommer 2017 einen Masterplan für die Entwicklung dieser Zukunftstechnologie vorgeschlagen. Weltweit hat ein Wettrennen der wichtigsten Industrie- und Forschungsnationen in diesem Feld eingesetzt. Zuletzt hatte China den Aufbau eines Industrieparks für Künstliche Intelligenz in Peking angekündigt, den die öffentliche Hand mit einer Milliarden-Investition auf den Weg bringen werde.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits im September gefordert, staatliche Beihilfen für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zu lockern. Zudem macht sie sich stark dafür, dass strategisch wichtige Jungfirmen im Bereich der KI einen besonderen Schutz vor Übernahmen genießen.

          Die Einigung der Groko-Sondierer ist aber auch ein Signal an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sowohl Union als auch SPD hatten es als klares Ziel bezeichnet, die deutsch-französische Zusammenarbeit erheblich auszubauen. Macron selbst hatte eine viel engere bilaterale Kooperation gerade in Zukunftsfeldern und der Hochtechnologie vorgeschlagen.

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