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Künstliche Intelligenz im Auto : Bosch investiert in dieses chinesische Start-up

Künstliche Intelligenz ist ein Forschungsschwerpunkt von Bosch. Bild: dpa

Auto-AI beschäftigt in China ungefähr 1000 Mitarbeiter. Bosch hat sich nun daran beteiligt – die Technologie ist eine große Hoffnung des Konzerns.

          Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch kauft sich als Finanzinvestor in ein chinesisches Start-up ein, das sich mit der Anwendung Künstlicher Intelligenz im Auto befasst. Das Unternehmen Auto-AI Co. Ltd. ist im vorigen Frühjahr von dem Navigationsanbieter Navinfo ausgegliedert worden und beschäftigt nahezu 1000 Mitarbeiter in China mit der Entwicklung von Lösungen für das „Internet of Vehicles“, also die Nutzung von Internet-Diensten in der Mobilität.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Bosch habe sich über die Robert Bosch Venture Capital (RBVC)  an einer Finanzierungsrunde (Series A) im Gesamtvolumen von 104 Millionen Dollar beteiligt, teilt das Stuttgarter Unternehmen mit. RBVC agiere dabei wie ein Finanzinvestor – plant also eines Tages auch wieder einen Ausstieg.

          Käufer des Anteils könnte zu Marktbedingungen dann theoretisch auch Bosch selbst sein. Für den Konzern ist Künstliche Intelligenz (KI) ein Forschungsschwerpunkt,  entsprechende Anwendungen werden in vielen Bereichen vorangetrieben.  

          Die Geldgeber neben Bosch stammen allesamt aus China oder Taiwan: Tencent und Didi, Nio Capital und Advantech. Der Schwerpunkt in China ist für Bosch ein wichtiges Argument für die Investition, heißt es in Stuttgart. Während hierzulande ein Auto quasi als fertiges Produkt wahrgenommen wird, gebe es im chinesischen Markt eine andere Offenheit dafür, in Autos auch Lösungen von Drittanbietern zu verwenden.

          Eine Palette von Software-Lösungen sei darauf ausgerichtet, die Anwendung einfach zu machen.  Dabei gehe es beispielsweise um in Echtzeit personalisierte Dienste wie etwa Unterhaltungsangebote, Park- oder Versicherungsdienstleistungen in Kombination mit der entsprechenden Navigation.

          „Auto-AI ist durch seine starken Partner in der Mobilgeräte- und Autoindustrie bestens aufgestellt, sich auf Chinas rasch wachsendem Internet-of-Vehicles-Markt zu etablieren“, wird RBVC-Manager Ingo Ramesohl in einer Mitteilung zitiert. Der Markt für vernetzte Dienste im Autobereich in China werde rasant wachsen, erwartet man bei  RBVC.

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