https://www.faz.net/-gqe-9gpve

Autonomes Fahren : „Roboterautos müssen hundertmal besser sein als der Mensch“

  • Aktualisiert am

Hände hoch: VW-Fahrzeug auf einer Teststrecke für autonomes Fahren. Bild: dpa

Dass selbstfahrende Autos kommen, daran lassen die Chefs von VW und Daimler keinen Zweifel. Die deutsche Industrie habe aber noch einen großen Entwicklungsrückstand aufzuholen.

          1 Min.

          Der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess hat einen Rückstand bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos eingestanden. Man müsse zugeben, dass etwa die Google-Tochter Waymo bei fahrerlosen Fahrzeugen ein bis zwei Jahre vorn liege, räumte Diess bei einer Konferenz zur Künstlichen Intelligenz (KI) nach einem Vorabbericht der „Welt am Sonntag“ ein. „Doch wir sind entschlossen aufzuholen. Das Spiel ist noch nicht verloren.“ Er verwies darauf, dass viel dabei von der staatlichen Regulierung abhänge.

          Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte bei dem von der „Welt“ organisierten Treffen, dass die Entwicklung aber Hand in Hand mit den Regulierern vorangetrieben werden müsse. „Was wir nicht wollen, ist eine Regulierung, die der Industrie völlig freie Hand lässt, die einfach alles durchwinkt.“ Sonst zerstöre man bei den Menschen das Vertrauen in die neue Technologie. „Wenn wir zu forsch vorgehen, werden wir scheitern“, sagte Zetsche der Zeitung zufolge.

          Erst LKW, dann Taxis

          Er sagte voraus, die fahrerlosen Fahrzeuge würden sich zunächst auf Autobahnen und bei LKW und anderen Nutzfahrzeugen durchsetzen. „Dann kommen die Robotaxis, die bei Bedarf bestellt werden können und schon keinen menschlichen Fahrer mehr haben.“

          Die Technik müsse absolut verlässlich sein und die Zahl der Verkehrstoten drastisch senken. Derzeit würden pro Jahr auf deutschen Straßen 3200 Menschen sterben. Laut Zetsche wären aber auch 320 Tote mit autonom fahrenden Autos noch eine Katastrophe. „Die Roboterautos müssen hundert- bis tausendmal besser sein als der Mensch. Und da wird es dann technisch richtig kompliziert.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in 10 Downing Street

          Doch wieder Brexit-Gespräche : Sie verhandeln auf der roten Linie

          London und Brüssel verhandeln nun doch weiter über eine künftige Partnerschaft. Aber reichen drei Wochen mehr Zeit aus, um die Gräben zu überwinden? Fest steht: EU-Chefunterhändler Michel Barnier hat wenig Spielraum.
          Mit einem Schild vor der Tür können Amerikaner ihre politischen Vorlieben ausdrücken.

          Durch Dörfer in Ohio : Von Tür zu Tür auf Stimmenfang

          Der Republikaner Rob Weber möchte für Ohio in den Kongress einziehen. Dafür sucht er den Kontakt zu den Wählern. Politisch steht er hinter Präsident Trump. Auf einen Corona-Schutz verzichtet er.
          Abschied vom Tennis: Julia Görges beendet ihre Karriere.

          Görges tritt ab : Die Nummer zwei und die Angst vor der Dürre

          Tennisspielerin Julia Görges stand stets ein wenig im Schatten von Angelique Kerber. Dabei war ihr Talent vergleichbar groß. Ihr abruptes Karriereende nährt die Angst vor einer langen Dürreperiode im deutschen Frauentennis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.