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Künstliche Intelligenz : Bosch-Chef zuversichtlich für zeitnahe Robotertaxis

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Der Physiker Volkmar Denner führt Bosch seit fünf Jahren. Bild: dpa

Schon im Jahr 2023 werden sich die Deutschen ganz regulär ein selbst fahrendes Taxi rufen können, sagt Volkmar Denner. Und noch in einer anderen Technik stehen in Deutschland wohl wichtige Entscheidungen bevor. Nicht nur von Bosch.

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          Bosch, der größte Autozulieferer der Welt, kommt in der gemeinsamen Entwicklung von Robotertaxis mit dem Autohersteller Daimler offenbar voran. Bereits für das Jahr 2023 sagt der Bosch-Vorstandsvorsitzende Volkmar Denner voraus, dass es ganz regulär möglich sein wird, ein selbstfahrendes Taxi zu rufen. „Vor allem durch die Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz hat sich die Entwicklung stark beschleunigt.“

          Zugleich bekräftigte Denner einmal mehr, dass Bosch erwäge, in die Produktion von Batteriezellen für Elektroautos einzusteigen. „Da müssen ein paar Dinge zusammenkommen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Zum einen müsse Bosch in der Zellchemie „etwas finden“, um sich von den großen asiatischen Lieferanten abzuheben.

          Auch Volkswagen liebäugelt mit Zellproduktion

          Zum anderen müsste es möglich sein, die neuartigen Batterien in einer bereits bestehenden Fabrik zu fertigen. Damit hätte jemand, der neu in den Markt eintritt, keine Chance. „Unsere Forscher und Entwickler arbeiten im Moment intensiv daran, dass beide Dinge zusammenkommen“, so Denner. Eine Entscheidung, ob Bosch in die Zellproduktion einsteigt, „werden wir Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres treffen“.

          Bisher kauft Bosch Zellen für die eigene schon bestehende Batterieproduktion ein. In der Autoindustrie wird schon länger darüber diskutiert, ob Hersteller und Zulieferer ihre Kräfte für eine gemeinsame Batteriefabrik bündeln, um hohe Stückzahlen zu erreichen und die Kosten zu senken.

          Eine Batteriefabrik in Deutschland fordern auch die Gewerkschaften sowie die Betriebsräte der deutschen Autohersteller. Sie warnen vor schwindenden Gewinnchancen, wenn das Herzstück eines Elektroautos künftig nur noch im Ausland eingekauft wird.

          Konkret denken auch die Verantwortlichen des Volkswagen-Konzerns darüber nach, ob  das Unternehmen selbst Batteriezellen fertigen wird. Heute gebe es in diesem Bereich zwei maßgebliche südkoreanische Partner, einen Anbieter in Japan und weitere stünden in China in den Startlöchern, sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Zwar habe Volkswagen eine Pilot-Fertigung in Salzgitter beschlossen. „Aber ob man wirklich selber Zellen fertigen muss, das würde ich noch nicht eindeutig mit Ja beantworten.“

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