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Designierter Handelskommissar : Auge in Auge mit Trump und Johnson

Phil Hogan während seiner Anhörung am 30. September 2019 in Brüssel: Sein Auftreten hat wohl den Ausschlag gegeben, um als Teil von Ursula von der Leyens Kommission bestätigt zu werden. Bild: EPA

Am nötigen Selbstbewusstsein mangelt es Phil Hogan nicht: Der voraussichtlich künftige Handelskommissar weiß vor dem Ausschuss zu überzeugen – und auch im Umgang mit den Briten und Amerikanern kennt sich der Ire bereits aus.

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          Nach der Zurückweisung der beiden Kandidaten Rumäniens und Ungarns für die Europäische Kommission, Rovana Plumb und László Trócsányi, wegen finanzieller Interessenkonflikte konnte sich die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zunächst einmal entspannt zurücklehnen. Mit dem Slowaken Maroš Šefcovic, der Bulgarin Marija Gabriel und dem Iren Phil Hogan stellten sich drei amtierende Kommissare den Fragen der zuständigen Fachausschüsse im Europäischen Parlament, bevor am Dienstagnachmittag einer der Wackelkandidaten, der als Agrarkommissar vorgesehene Pole Janusz Wojciechowski antrat. Besonderes Interesse galt dabei am Montagabend in Brüssel vor allem dem designierten Handelskommissar Phil Hogan.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Der Handelskommissar hat eine herausgehobene Stellung in der EU-Behörde, weil die EU federführend für die Handelspolitik zuständig ist. Darüber hinaus haben die Handelsstreitigkeiten mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der schwierige Umgang mit der aufstrebenden Handelsmacht China und nicht zuletzt politisch umstrittene Abkommen wie das mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten (Stichwort Waldbrände im brasilianischen Regenwald) den Fokus zusätzlich auf „Handel“ gelenkt.

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