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Energie-Deal : Kündigungen bei Innogy „praktisch ausgeschlossen“

  • Aktualisiert am

Eine Ladestation für Elektroautos von Innogy steht vor der Zentrale von RWE. Bild: dpa

Die geplante Zerschlagung des Energiekonzerns Innogy hat bei den Beschäftigte Sorgen um ihre Arbeitsplätze ausgelöst. Jetzt scheint eine Einigung erzielt.

          Bei der geplanten Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Konkurrenten Eon sind mögliche Entlassungen von Mitarbeitern so gut wie vom Tisch. Die Unternehmensführungen von Innogy, Eon und RWE hätten sich mit Gewerkschaften und Betriebsräten darauf verständigt, bestehende Tarifverträge zur sozialverträglichen Absicherung von Personalmaßnahmen weiter anzuwenden, teilten die Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Freitag mit.

          „Auf dieser Basis schließen die unterzeichnende Unternehmen betriebsbedingte Beendigungskündigungen praktisch aus“, heißt in der Vereinbarung. Eon will nach der Zerschlagung von Innogy bis zu 5000 Stellen streichen.

          Verdi: „Meilenstein für die soziale Absicherung“

          Die Pläne mit RWE sehen vor, dass Eon die Energienetze und das Kundengeschäft von Innogy übernimmt und RWE die Ökostromproduktion seiner bisherigen Tochter erhält. Der Großteil der mehr als 40.000 Innogy-Beschäftigten soll dabei zu Eon wechseln.

          Verdi-Chef Frank Bsirske nannte die Einigung einen „Meilenstein für die soziale Absicherung der Beschäftigten in allen beteiligten Unternehmen“. Auch die Vorsitzenden der Gesamtbetriebsräte äußerten sich zufrieden. Die Grundsatzerklärung sei „eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Integration“ von Innogy in die neue Eon. Eon-Chef Johannes Teyssen versicherte den Innogy-Mitarbeitern, sie würden auch nicht schlechter behandelt als Eon-Beschäftigte.

          Vorstand und Aufsichtsrat von Innogy hatten zuvor erklärt, ihren Aktionären keine Empfehlung zur Annahme des Übernahmeangebots von Eon zu geben. Die von dem Konzern angebotenen Gegenleistungen halte man zwar für angemessen. „Eine abschließende Beurteilung der relativen Höhe des Angebots ist aber aufgrund von nicht-öffentlichen Vereinbarungen zwischen Eon und RWE nicht möglich“, hieß es in einer am Donnerstag in Essen veröffentlichten Mitteilung.

          RWE hält rund 77 Prozent des Innogy-Kapitals. Die übrigen Aktien entfallen laut Geschäftsbericht fast vollständig auf den amerikanische Vermögensverwalter Blackrock und sonstige institutionelle Investoren. Kleinanleger besitzen weniger als 1 Prozent der Innogy-Papiere.

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