https://www.faz.net/-gqe-9m9se

Neue Seidenstraße : So will China seine Handelsroute durchsetzen

Chinesische Ingenieure auf der Baustelle für eine Brücke in Kroatien Bild: AFP

Die neue Seidenstraße ist das Prestigeprojekt Chinas. Doch die Kritik wächst. Jetzt reist Wirtschaftsminister Altmaier nach Peking. Was will er erreichen?

          4 Min.

          Siemens-Chef Joe Kaeser ist ein Freund markiger Worte. Gut ein Jahr ist es her, da redete er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos der Weltelite ins Gewissen: Chinas neue Seidenstraße werde „zur neuen WTO, ob es Ihnen gefällt oder nicht“. Die Welthandelsorganisation, in der mehr als 160 Länder die Spielregeln des Welthandels definiert haben, ein Auslaufmodell? Überholt von den vielen Milliarden, mit denen China seine alten Handelsrouten wiederbeleben will? Kaeser ist überzeugt: „Die Welt spielt bald nach chinesischen Regeln.“

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Wei Duan würde das so nie sagen. „Wir wollen nicht die Weltherrschaft übernehmen“, beteuert der Geschäftsführer der chinesischen Handelskammer in Deutschland. „Der Fokus der Regierung liegt ganz klar auf der Nationalpolitik.“ Doch wenn an diesem Donnerstag in Peking das zweite „Belt and Road Forum“ beginnt, dann ist dies auch ein Zeichen an die Weltgemeinschaft: Seht her, wir schaffen das. Die 2013 von Staatschef Xi Jinping gestartete Initiative geht weiter.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Armin Laschet am 20. Juli in Bad Münstereifel

          CSU in Sorge : Kann das mit Laschet gut gehen?

          Die Werte für die Union fallen, die Nervosität wächst. In CDU und CSU hält mancher Armin Laschet für zu passiv. Und Markus Söder feuert wieder. Denn es gibt ein Schreckensszenario.
          Eine Schülerin einer Abschlussklasse wird im Impfzentrum an der Messe München geimpft.

          Leopoldina-Forscher Falk : „Klappe halten, impfen lassen“

          Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.